vergrößernverkleinern
Celia Okoyino da Mbabi (M.) spielt in der Bundesliga beim SC Bad Neuenahr © getty

Vor der Heim-WM gelingt dem Frauen-Nationalteam der dritte Sieg im dritten Testspiel. Die Niederlande sind ohne Chance.

Vom Frauen-Länderspiel berichtet Mathias Frohnapfel

Aachen - Nordkorea, Italien und jetzt die Niederlande: Die deutsche Frauen-Nationalelf hat auch ihr drittes Testspiel vor der Heim-WM mit Bravour gewonnen.

Im Aachener Tivoli machte das Team von Silvia Neid mit Oranje kurzen Prozess und siegte mit 5:0. (SPORT1-Interview mit Silvia Neid)

Den Torreigen vor 11.160 Zuschauern eröffnete Celia Okoyino da Mbabi in der 15. Minute. Simone Laudehr (44.) traf noch vor der Pause, ehe Alexandra Popp (71.), Kim Kulig und Inka Grings (87.) den Endstand besorgten.

Änderungen auf drei Positionen

"Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit der Leistung", sagte Neid nach dem vorletzten WM-Testspiel. "Wir sind genau da, wo wir sein wollen."

Die Bundestrainerin änderte ihre Startelf im Vergleich zur Italien-Partie auf drei Positionen. Für die verletzte Außenverteidigerin Linda Bresonik, die Achillessehnenbeschwerden plagen, spielte wie angekündigt Bianca Schmidt. (DATENCENTER: Der WM-Spielplan).

In der Offensive durften da Mbabi und Fatmire Bajramaj anders als in den beiden Testspielen zuvor von Beginn an ran. Inka Grings und Melanie Behringer waren indes nur Ersatz.

Neid heizte damit noch einmal den internen Konkurrenzkampf beim amtierenden Welt- und Europameister an. Und vor allem da Mbabi präsentierte sich nach ihren Treffern gegen Nordkorea und Italien selbstbewusst, war sehr agil, trickreich und viel unterwegs.

Prinz legt für da Mbabi auf

Auch das Zusammenspiel mit den Außen Kerstin Garefrekes und Bajramaj funktionierte gut. Die Vorlage zur Führung kam allerdings von Birgit Prinz, die da Mbabi schön freispielte (15.).

[image id="99aa39bd-6476-11e5-acef-f80f41fc6a62" class="half_size"]

Deutschland dominierte im Anschluss klar, Oranje hatte in der ersten Hälfte lediglich durch Manon Melis eine nennenswerte Torchance (42.).

In der Defensive stand der Weltranglisten-14. indes lange ziemlich kompakt, so dass die DFB-Truppe nach einer guten Möglichkeit für Prinz (29.) erst kurz vor der Pause wieder zu Großchancen kam.

Laudehr trifft zum 2:0

Gleich die erste davon nutzte Simone Laudehr mit einem sehenswerten Schlenzer ins linke Eck zum 2:0 (44.). Zuvor hatten die Spielerinnen der Elftal lasch geklärt und wurden von der Duisburgerin prompt bestraft. 366780(DIASHOW: Deutschlands WM-Kader)

Mit dem Pausenpfiff wäre auch fast das dritte Tor gefallen, doch da Mbabi traf per Kopf nach Bajramaj-Ecke nur den Pfosten.

Mit einer auf vier Positionen veränderten Elf ging Deutschland in den zweiten Durchgang. Lena Goeßling ersetzte in der Viererkette Routinier Annike Krahn, offensiv spielte Birgit Prinz erneut nur eine Halbzeit: Für sie kam Jungspund Alexandra Popp.

Zudem setzte Neid nun auf Melanie Behringer (für Bajramaj) und Inka Grings (für Kerstin Garefrekes).

Bundestrainerin testet Variabilität

Neid machte mit dem Wechsel im Viererpack die Ankündigung wahr, die taktische Variabilität ihrer Mannschaft zu testen.

In der 60. Minute ersetzte außerdem Ariane Hingst Torschützin Simone Laudehr.

Und das veränderte Team blieb hungrig, suchte weiter den Abschluss. Doch Kim Kulig vergab ebenso freistehend aus zwölf Metern (64.) wie Popp, die ebenfalls mit reichlich Platz im Strafraum zu ungenau zielte (67.).

Die U20-Weltmeisterin brauchte aber nicht lange, um den Fehlschuss zu korrigieren.

Kracher von der Strafraumgrenze

Mit einem Kracher von der Strafraumgrenze überwand sie Keeperin Loes Geurts (71.), die Vorarbeit kam von Kulig.

Die konnte kurz danach selbst jubeln. Denn in Oranjes Abwehr herrschte jetzt in etwa so viel Ordnung wie auf einem ausgebuchten Campingplatz kurz nach Ferienbeginn.

Die Hamburgerin reagierte auf die defensiven Verwirrung am schnellsten und erzielte den vierten deutschen Treffer (75.).

In der Schlussviertelstunde brachte Neid noch die Wolfsburgerin Martina Müller, während das Publikum die tüchtige da Mbabi mit Beifall verabschiedete.

Noch mehr Applaus gab es zum Schlusspfiff für eine spiel- und lauffreudige deutsche Elf, für die zuvor Inka Grings mit einem wunderschönen Freistoß den 5:0-Endstand besorgt hatte.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel