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Spielführerin Birgit Prinz kann bei der Heim-WM zum dritten Mal Weltmeister werden © getty

Aufatmen bei den DFB-Frauen: Die Knöchelverletzung der Spielführerin erweist sich als nicht so schlimm wie zunächst befürchtet.

Neu-Isenburg - Während der Rest des Teams mit der früheren Box-Weltmeisterin Regina Halmich trainierte, kam Birgit Prinz mit einem blauen Auge davon:

Die deutschen Fußballerinnen um die Rekord-Nationalspielerin und Spielführerin haben die erste Schrecksekunde während der Vorbereitung auf die Heim-WM (26. Juni bis 17. Juli) weitgehend schadlos überstanden.

Die Verletzung, die Prinz am Sonntag während des Trainings erlitten hat, ist nicht so schwerwiegend wie zunächst befürchtet.

Die dreimalige Weltfußballerin hat sich die Bänder am rechten Sprunggelenk überdehnt.

Einsatz im Auftaktspiel möglich

Der Einsatz beim WM-Auftakt gegen Kanada im ausverkauften Berliner Olympiastadion ist nach derzeitigem Stand nicht gefährdet. (DATENCENTER: Der WM-Spielplan)

Ob die 33-Jährige beim letzten WM-Test am Donnerstag gegen den ehemaligen Weltmeister und Olympiasieger Norwegen in Mainz mitwirken kann, ist allerdings noch offen.

An der Trainingseinheit der Mannschaft am Montagmorgen mit Halmich in einem Frankfurter Fitnessstudio konnte die zweimalige Weltmeisterin allerdings nicht teilnehmen.

Erleichterung im Team

"Man fühlt natürlich mit Birgit mit. Wir alle in der Mannschaft sind erleichtert, dass es nur eine Bänderdehnung ist. Die Verletzung ist ja realtiv schnell in den Griff zu bekommen", sagte Mittelfeldspielerin Kim Kulig.

Prinz musste am Sonntag das Training in Neu-Isenburg nach einer Stunde abbrechen. Die Torjägerin vom deutschen Vizemeister 1. FFC Frankfurt war zuvor im Zweikampf umgeknickt.

Prinz will WM-Titel als Krönung der Karriere

Prinz, die ihre internationale Karriere beim Finale am 17. Juli in ihrer Heimatstadt Frankfurt krönen und beenden möchte, ist die älteste Spielerin im Kader.

Die Angreiferin soll die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes zum dritten WM-Titel in Folge führen. 366780(DIASHOW: Deutschlands WM-Kader).

Neben Prinz sind Torhüterin Nadine Angerer, Babett Peter, Linda Bresonik, Simone Laudehr, Kulig und Kerstin Garefrekes gesetzt.

Den WM-Triumph hat auch Bundestrainerin Silvia Neid weiterhin im Visier.

"Unser großer Traum ist der dritte Titel in Folge", erklärte Neid, in deren 21-köpfigem Kader 13 Weltmeisterinnen von 2007 und vier U-20-Titelträgerinnen von 2010 stehen.

Nur 500 Fans beim öffentlichen Training

Zwei Wochen vor WM-Beginn hielt sich die Begeisterung der Fans für das deutsche Team allerdings noch in Grenzen.

Als sich die Spielerinnen am frühen Sonntagabend zu Beginn des letzten Lehrgangs vor der Endrunde den Fans bei einem öffentlichen Training präsentierten, kamen knapp 500 Zuschauer.

"Die Harmonie im Team stimmt. Für uns zählt nur, dass wir als Mannschaft Weltmeister werden", sagte Stürmerin Inka Grings.

Angreiferin Alexandra Popp fiebert dem Start bereits entgegen: "Wir werden bei dem Lehrgang noch das ein oder andere dazulernen - und dann kann es auch endlich losgehen."

DFB-Team Titelfavorit neben USA und Brasilien

Das deutsche Team, das sich am 21. Juni in Berlin zur WM zusammenfindet, trifft nach dem Auftaktspiel gegen Kanada am 30. Juni in Frankfurt/Main auf Afrikameister Nigeria und am 5. Juli in Mönchengladbach auf Frankreich.

Neid hat ihre Mannschaft seit dem 11. April bei insgesamt sieben Lehrgängen versammelt.

In den bisherigen drei WM-Tests setzte sich die deutsche Auswahl gegen Nordkorea (2:0), Italien (5:0) und die Niederlande (5:0) durch. (Nachbericht: Deutschland - Niederlande)

Die DFB-Auswahl zählt bei der WM neben Olympiasieger USA und Vize-Weltmeister Brasilien zu den großen Titelfavoriten.

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