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Silvia Neid ist seit 2005 Cheftrainerin der Frauen-Nationalmannschaft © getty

Neid hofft, dass ihr Team beim WM-Test gegen Norwegen gefordert wird und verrät Details zur WM-Startelf. Prinz soll spielen.

Vom Frauen-Nationalteam berichtet Mathias Frohnapfel

Frankfurt/Main - Silvia Neid hat die Geheimniskrämerei beendet.

Zumindest ein kleines bisschen. Mit schelmischem Augenaufschlag verriet die Bundestrainerin am Mittwochnachmittag, was Beobachter ohnehin schon vermuteten.

Die Schlüsselpositionen im Team des Weltmeisters sind vergeben.

Namentlich nannte Neid die Abwehrspielerinnen Saskia Bartusiak und Linda Bresonik sowie das Duo im defensiven Mittelfeld Kim Kulig und Simone Laudehr. (417978DIASHOW: DFB-Frauen trainieren mit Regina Halmich)

Die Position von Keeperin Nadine Angerer dürfte vor der WM-Generalprobe gegen Ex-Weltmeister Norwegen (Do., ab 20.15 Uhr im LIVE-TICKER) ebenfalls unstrittig sein.

Prinz wieder an Bord

Im Mainzer Bruchwegstadion soll zudem Birgit Prinz auf jeden Fall zum Einsatz kommen. Für die Partie sind bisher 10.000 Karten verkauft 366780(DIASHOW: Deutschlands WM-Kader).

Die DFB-Spielführerin trainierte nach ihrer Blessur am rechten Sprunggelenk bereits am Mittwoch wieder mit der Mannschaft in Neu-Isenburg.

Ob Prinz in Mainz von Anfang an auflaufen wird, darauf wollte sich Neid allerdings nicht festlegen.

"Ein Gegner, der uns fordert"

Die Begegnung gegen Norwegen - anderthalb Wochen vor WM-Startam 26. Juni - dürfte die Bundestrainerin zum wichtigen Maßstab für ihre nächsten Personalentscheidungen nehmen (DATENCENTER: Der WM-Spielplan).

"Es ist für alle Spielerinnen ein wichtiger Test", sagte Neid auf SPORT1-Rückfrage und begründete:

[image id="cf6e5c19-6475-11e5-acef-f80f41fc6a62" class="half_size"]

"Wir haben uns einen Gegner ausgesucht, der uns wirklich fordert, um aus unseren Fehlern zu lernen. Bis zum Eröffnungsspiel haben wir das Ziel, unsere Fehlerquote zu minimieren."

Lob für Norwegerinnen

Vom Weltmeister von 1995 erwartet die Cheftrainerin mehr Gegenwehr als zuletzt von Nordkorea (2:0), Italien (5:0) und den Niederlanden (5:0).

Die DFB-Frauen fuhren bei 12:0 Toren drei makellose Siege ein.

Das norwegische Team von Trainerin Eli Landsem charakterisierte Neid als "sehr willensstark" und ausgestattet mit schnellen Stürmerinnen und "sehr viel Power".

Diese Nuss zu knacken, dürfte auch für die deutsche Offensive eine spannende Aufgabe werden.

Aus Sicht von Birgit Prinz sind die Norwegerinnen allerdings schwer einzuschätzen, weil man nie wisse, "was von dem Team kommt".

[kaltura id="0_koycx2o5" class="full_size" title="Mit Vollgas zur Titelverteidigung"]

Viele Wechsel zu erwarten

Mit der Ansage: "Ich werde so viele Spielerinnen wie möglich einsetzen", kündigte Neid indes an, im Testspiel das Kontingent von sechs Wechseln erneut ausschöpfen zu wollen.

Bei der WM könnte es Deutschland unter Umständen im Halbfinale erneut mit den Skandinavierinnen zu tun bekommen.

Da Mbabi: "Positiv angespannt"

Elf Tage vor dem großen Startschuss geben sich die Spielerinnen trotz des ansteigenden Rummels gelassen.

"Wir sind positiv angespannt, es ist die pure Freude für uns, bei der WM dabei sein zu dürfen", sagte Angreiferin Celia Okoyino da Mbabi.

Zur Ablenkung schaute das Team am Dienstagabend die Premiere des Fußball-"Tatorts" an und da Mbabi kommentierte flachsend ihre Leistung in dem Krimi:

"Ich habe einen Satz gesagt. Das war grandios."

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