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Steffi Jones wurde fünf Mal deutsche Meisterin mit dem 1. FFC Frankfurt © imago

OK-Präsidentin Steffi Jones verkündet kurz vor WM-Start vielversprechende Ticketzahlen. Allerdings gibt es noch Unwägbarkeiten.

Vom Frauen-Nationalteam berichtet Mathias Frohnapfel

Frankfurt/Main - Der Marathon von Steffi Jones nähert sich dem Ende.

1200 Termine hat die OK-Präsidentin seit 2008 wahrgenommen, um sowohl in Kindergärten als auch bei Staatspräsidenten rund um den Globus für die Frauen-WM zu trommeln.

Zehn Tage vor dem Eröffnungsspiel zog die OK-Präsidentin jetzt in Frankfurt Bilanz und verkündete vielversprechende Zahlen.

670.000 Eintrittskarten sind für die 32 Spiele der WM mittlerweile verkauft. Das entspricht 75 Prozent der im freien Verkauf verfügbaren Tickets von 900.000.

75 Prozent der Karten verkauft

Neun von zehn Karten wurden von Fans aus Deutschland geordert. Zudem kommen Anhänger aus 50 verschiedenen Nationen.

"Wir sind auf einem guten Weg 80 Prozent der Karten zu verkaufen", sagte Jones. "Die Mannschaften können sich auf eine tolle Kulisse freuen."

Doch die ehemalige Nationalspielerin bekannte auch, dass sie angesichts der hochgesteckten Ziele von Beginn an um die Größe der Aufgabe wusste.

"Ich bin froh, dass die anfänglich vielleicht vorhandene Skepsis jetzt beiseitegelegt ist", meinte Jones.

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120.000 Flugkilometer absolviert

Sie selbst hat in einer Welcome-Tour alle WM-Teilnehmerländer besucht, hat bei der Reise in die 15 Staaten insgesamt 120.000 Flugkilometer zurückgelegt.

Ein Aufwand, der sich gelohnt hat 366780(DIASHOW: Deutschlands WM-Kader).

Bei der WM hofft Jones auch auf die in Deutschland lebenden Ausländer, die mit ihren "Communities" in und um die Stadien für "ein buntes Bild" sorgen würden.

"Ich bin mit allem super, super zufrieden", kommentierte Jones den Stand der Vorbereitung, ehe sie darauf hinwies, dass die vielen Werbeaktionen keinesfalls eine "One-Woman-Show" gewesen sei.

[kaltura id="0_koycx2o5" class="full_size" title="Mit Vollgas zur Titelverteidigung"]

Jones bestellt schönes Wetter

An eine wichtige Beigabe fürs große Turnier hat Jones auch schon gedacht.

"Ich bestelle jeden Abend, wenn ich ins Bett gehe, schönes Wetter", sagte sie auf SPORT1-Rückfrage mit einem Schmunzeln.

Allerdings musste die OK-Chefin trotz aller guten Verkaufszahlen auch auf "Problemstadien" wie Bochum eingehen (DATENCENTER: Der WM-Spielplan).

Laut einem OK-Sprecher sind für die Partien Nordkorea gegen Kolumbien und Japan gegen Kolumbien noch "keine 10.000 Karten" verkauft.

Im "Heli" wie Beckenbauer

Jones selbst will bei der WM 22 Partien sehen und wird dafür mit Helikopter (wie vor der WM 2006 Franz Beckenbauer), Auto, Zug und Flieger unterwegs sein (417978DIASHOW: DFB-Frauen trainieren mit Regina Halmich).

Im Moment schottet sich jedoch WM-Teilnehmer Nordkorea sehr stark ab, sagte unter anderem ein Testspiel gegen Lok Leipzig vorzeitig ab.

"Laut FIFA-Regularien müssen sie öffentliche Trainings machen", erklärte Jones und hofft ansonsten auf einen verbesserten Kontakt zu den "Freunden aus Nordkorea."

Ihren Besuch in dem kommunistischen Land bezeichnete sie als "wichtige Lebenserfahrung", und eine Möglichkeit, sich ein eigenes Bild zu verschaffen.

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