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Die deutschen Frauen starten mit dem Spiel gegen Kanada in die Heim-WM © getty

Kurz vor Start der Frauen-WM laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. SPORT1 informiert über Teilnehmer, Ticketverkauf und die Nationalelf.

Von Mathias Frohnapfel

München - Elf Minuten. Genau so lange soll die Eröffnungsfeier zur Frauen-WM am kommenden Sonntag dauern.

Beginn 17.40 Uhr. Die deutschen Organisatoren gehen die bunte Show ebenso detailverliebt und präzise an wie die ganze Weltmeisterschaft.

2000 Freiwillige kennen mittlerweile jeden Schritt ihrer Choreographie auswendig, so dass alles vorbereitet ist für den großen Moment im Berliner Olympiastadion.

Dabei gleicht die Eröffnungsfeier letztlich nur einer Handvoll Wunderkerzen, ehe das große Feuerwerk gezündet wird: Vor 73.000 Zuschauern spielt Weltmeister Deutschland gegen Kanada, es wird die größte Kulisse im europäischen Frauenfußball bislang sein.

"Ich wäre total gerne auf dem Rasen mit dabei", hat Steffi Jones schon mehr als einmal gesagt. Man glaubt das der Präsidentin des Organisationskomitees sofort.

Die ehemalige Nationalspielerin hat rund um den Globus Werbung gemacht, Legenden wie Zico, Carlos Alberto oder Jay-Jay Okocha getroffen. Alles für die WM, die schon jetzt Rekorde im Frauenfußball brechen dürfte.

SPORT1 wirft eine Woche vor WM-Start einen Blick auf die WM-Stadien, den Ticketverkauf, die teilnehmenden Länder und natürlich den Vorbereitungsstand der deutschen Elf.

? WM-Stadien:

Gespielt wird vom Norden (Wolfsburg) bis in den Süden (Augsburg). In Berlin steht das größte Stadion, hier findet aber nur das Eröffnungsspiel statt.

Die zweitgrößte Arena befindet sich in Frankfurt, neben einem Gruppenspiel der deutschen Mannschaft sowie einem weiteren Gruppenspiel sind auch ein Halbfinale und das Finale in Hessen angesiedelt.

Zudem laufen Partien in Bochum, Dresden, Leverkusen, Mönchengladbach und Sinsheim.

Die Stadien sind allesamt auf die WM umgerüstet, kein Stadion trägt mehr einen Sponsor-Namen. Während der WM heißt es dann auch nicht mehr Commerzbank Arena, sondern "FIFA-Frauen-WM Stadion Frankfurt". Die vorherigen Marken-Logos in den Stadien werden nicht mehr zu sehen sein.

Fanmeilen:

In allen WM-Standort gibt es Fan-Meilen - außer in Berlin und Leverkusen. Spektakulär und in den Abendstunden durchaus romantisch ist das Fußballschauen in Frankfurt.

Zwei schwimmende Leinwände locken am südlichen Mainufer die Fans. In Augsburg liegt die Kapazität am Rathausplatz bei bis zu 2000 Gästen, in Dresden können beim Public Viewing bis zu 5000 Fans live dabei sein.

OK-Chefin Jones ist zuversichtlich, dass die Fußballerinnen in den Städten auch zum gemeinsamen Fußballschauen animieren. "Wenn das Wetter mitspielt, werden die Fans auch draußen dabei sein wollen", meint sie.

[kaltura id="0_ccy3ijdy" class="full_size" title="Deutschland l sst die Puppen tanzen "]

Ticketverkauf:

Die gute Nachricht: Für alle Spiele sind noch Karten erhältlich. Das gilt auch für die nahezu ausverkauften deutschen Spiele, hier sind die Fans vor allem auf Rückläufer oder einzelne Restposten angewiesen. Insgesamt wurden bislang 75 Prozent der frei verfügbaren Tickets verkauft, das sind aktuell 670.000 Karten.

Teilnehmer und Unterbringung:

Neben Gastgeber Deutschland sind 15 weitere Nationen (DATENCENTER: Der WM-Spielplan) dabei, die Teams kommen nun nach und nach im Land an und beziehen ihre Hotels. So ist Brasilien in Düsseldorf untergebracht, die USA in Dresden oder Frankreich in Sinsheim.

Von dort reisen die Teams mit ihrem gesamten Stab in die jeweiligen Spielorte und wohnen in Hotels, die von der FIFA vorgegeben und auch bezahlt werden.

Vorbereitungsstand der deutschen Elf:

Der amtierende Weltmeister ist bereits in WM-Form:

Die DFB-Frauen haben alle vier Testspiele gewonnen, dabei auch die WM-Teilnehmer Norkorea (2:0) und jüngst Norwegen (3:0) geschlagen, gegen Italien und die Niederlande gab es jeweils mit einem 5:0 Kantersiege und sehenswerten Offensivfußball.

Aktuell haben die deutschen Frauen eine kurze Verschnaufpause eingelegt, ehe sie sich am Dienstag zum finalen WM-Countdown in Berlin treffen.

"Wir werden mit viel Selbstvertrauen in die Spiele gehen", kündigte Bundestrainerin Silvia Neid nach dem letzten Test gegen Norwegen an. Bewusst hat Neid den Konkurrenzkampf in der Offensive angekurbelt, die Spielerinnen haben zumeist mit starken Leistungen geantwortet.

Vor allem Celia Okoyino da Mbabi (drei Tore in der Vorbereitung) und Alexandra Popp (fünf Tore) machen arrivierten Routiniers wie Inka Grings und Spielführerin Birgit Prinz gewaltig Konkurrenz 366780(DIASHOW: Deutschlands WM-Kader).

Zielsetzung:

Öffentliche Ansprüche formulieren die Youngster aber nicht, die Stimmung im Team ist gut. "Konkurrenzkampf gibt es schon seit Beginn der Vorbereitung", sagte dazu Popp zu SPORT1. (Bericht: Fremdgängerin Popp boxt sich durch)

Und der Shootingstar fügte an: "Ich will keine große Töne spucken. Hauptsache wir haben hinterher den Titel in der Hand."

Dieser große Wunsch spornt die Spielerinnen an, der DFB hat zudem eine Titelprämie von 60.000 Euro ausgelobt.

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