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Steffi Jones (r.) ist die Chefin der Frauen-Organisations-Komitees © getty

Auch bei der Frauen-WM wird sich jede Menge Prominenz tummeln. Die Bundeskanzlerin fiebert mit, ein Ex-Boxer ist skeptisch.

München - Zittrige Hände, nervöses Zucken - und hoffentlich auch grenzenloser Jubel.

Bei der Frauenfußball-WM wird die sonst so bedächtige Angela Merkel wieder kräftig mitfiebern.

Die Bundeskanzlerin zählt die Tage bis zum Start der Endrunde und ist damit unter den deutschen Promis längst nicht alleine.

"Es gibt viele, die sich freuen, wenn es mit dem Eröffnungsspiel gegen Kanada (So., ab 17.30 Uhr im LIVE-TICKER, Anm. d. Red.) endlich losgeht. Ich bin mit Sicherheit nicht die Einzige, aber ich möchte dabei sein", sagte Merkel.

Trotz aller weltpolitischen Probleme geht es der Kanzlerin nicht anders als vielen bekannten Gesichtern aus Sport und Showgeschäft.

"Hoffe es wird ähnlich wie 2006"

Die Frauen-WM ist das größte Sportevent des Jahres im eigenen Land, das Thema des Sommers.

"Ich bin totaler Frauenfußball-Fan. Ich finde unsere Nationalmannschaft großartig und ich hoffe, das wird ein ähnlich großes Event wie die WM 2006", sagt Sportmoderator Rene Hiepen, einer, der es wissen muss.

Falls er gedenkt, sich Spiele in Leverkusen, Frankfurt oder Bochum anzuschauen, kann er sich darauf einstellen, ein Schwergewicht des deutschen Fußballs zu treffen. (DATENCENTER: Der WM-Spielplan)

"Calli" ist mit von der Partie

Die rheinische Frohnatur Reiner Calmund ist auf jeden Fall dabei: "Ich bin jetzt kein Fanatiker, schätze den Frauenfußball aber sehr. Ich kenne viele Spielerinnen, Trainer und andere Protagonisten. Wichtig ist, dass viele Zuschauer kommen." 366780(DIASHOW: Deutschlands WM-Kader)

[kaltura id="0_oyshsinu" class="full_size" title="Vorfreude steigt"]

Keine Sorge, Calli. Rund 80 Prozent der Karten wurden verkauft, in den Stadien, auf den Fanmeilen und daheim vor dem Fernseher wird es wohl ähnlich bunt zugehen wie bei der WM 2006.

Dschungel-Camp-Teilnehmerin zurückhaltend

Bei Teilnehmern wie Brasilien, Mexiko oder Australien sind feurige Partys garantiert. Auch die Schweden sind dabei, traditionell ein starkes Land im Frauen-Fußball.

Trotzdem kann sich die in Göteborg geborene Let's-Dance-Schönheit und ehemalige Bewohnerin des Dschungel-Camps, Isabel Edvardsson, nicht für das Spektakel erwärmen: "Ich verfolge die WM nicht wirklich, ich habe einfach nicht so viel mit Fußball zu tun."

Mit Bier und Trikot ins Stadion zu gehen, das ist auch dem ehemaligen Box-Weltmeister Henry Maske zu viel des Guten: "Das habe ich bei den Männern aber auch nicht getan. Ich sehe die Spiele im Fernsehen und bin mir sicher, dass wir im Verlauf des Turniers emotional ranwachsen und dabei sein werden."

Damit ein Gemeinschaftsgefühl wie 2006 entsteht, muss die deutsche Mannschaft weit kommen.

Schwalb warnt vor Favoriten-Bürde

Die Chancen darauf schätzt die Sport-Prominenz gut ein.

"Natürlich hoffe ich, dass die deutschen Frauen den Erfolg einfahren, sie sind ja der absolute Topfavorit", sagt Martin Schwalb, Meistertrainer des HSV Handball: "Diese Rolle ist aber nicht immer ganz leicht."

Kati Wilhelm, dreimalige Olympiasiegerin im Biathlon, glaubt trotzdem an den Titel: "Ich traue den Deutschen sehr viel zu und hoffe, es klappt bei mir mit dem einen oder anderen Livespiel. Ich drücke auf jeden Fall die Daumen."

Calmund legt da sogar noch einen drauf: "Ich drücke den Mädels die Daumen und die Zehen, dass sie ins Finale kommen und die WM gewinnen."

"Männer spielen viel besser"

Bleibt nur einer, der sich so gar nicht begeistern kann: Dariusz Michalczewski, Box-Weltmeister von 1994 bis 2003.

"Frauen machen ja heute alles, was Männer auch machen. Beim Fußball gibt es aber einen großen Unterschied, das ist schon ein großer Kontrast", sagt der "Tiger":

"Die Männer spielen schon viel, viel besser als die Frauen. Beim Boxen ist der Unterschied nicht so groß."

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