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DB Schülerreporterin Theresa im Gespräch mit Mico Vrsajkovic © getty

Tage vor dem ersten WM-Spiel in Augsburg herrscht Hochbetrieb. DB Schülerreporterin Theresa Lambrich hat Kurioses beobachtet.

Von DB Schülerreporterin Theresa Lambrich

Augsburg - Am Mittwochnachmittag laufen Äquatorialguinea und Norwegen zum ersten von vier Spielen in der Augsburger WM-Arena auf, doch bereits wenige Tage vorher herrscht Hochbetrieb.

Das Team von DB Schenker sorgt dafür, dass die Frauen-WM ein gelungenes Ereignis wird. Wie schon bei der Männer-WM 2006 ist das Unternehmen als offizieller Partner für die Logistikaufgaben rund um die Endrunde zuständig.

7.680 TV Bildschirme, 15.150 Stühle, 220 Fotokopierer und 250 Faxgeräte - das sind nur einige Zahlen aus den Bilanzen der WM 2006. Nicht mehr ganz so groß sind die Maßstäbe bei der Frauen-WM, doch genug zu tun gibt es trotzdem!

Sogar der Schiri bekommt den richtigen Kühlschrank

"Die impuls arena musste komplett neutralisiert und anschließend in ein Weltmeisterschafts-Stadion verwandelt werden", erklärt Mico Vrsajkovic, Venue Logistik Manager für Augsburg. Der 39-Jährige sorgt dafür, dass das gesamte Equipment am richtigen Platz ist, wenn in wenigen Tagen angepfiffen wird. Zwei Mitarbeiter und acht Volunteers hören auf seine Anweisungen.

Einiges fällt an Arbeit an: Jede Kabine, sogar die des Schiedsrichters, braucht den richtigen Kühlschrank. Zwölf Paletten mit insgesamt 12.000 Stadionheften liefern die Logistiker an, außerdem entfernen sie die alte Bandenwerbung und bringen neue an. Nach Abpfiff des letzten Spiels werden Vrsajkovic und sein Team alles wieder abbauen und in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzen.

Eine Dimension kleiner als 2006

Der Arbeitstag beginnt morgens um 8 Uhr und endet neun Stunden später. "Am Tag vor dem Spiel und am Match-Tag selbst wird dies sicherlich anders aussehen", weiß Vrsajkovic. Er war bereits bei der Männer-WM 2006 und bei der U-20 WM im vergangenen Jahr im Einsatz.

Damit die Frauen-WM ebenso erfolgreich verläuft, dürfen sich Vrsajkovic und sein Team keine Fehler erlauben. Beispielsweise beim Aufbau der Pressetribüne: 20 Plätze für die Fernsehteams und 60 für die Printmedien richtet das Team ein.

Dafür installieren die Arbeiter und Volunteers drei Tage vor dem ersten Spiel in Augsburg insgesamt 32 Monitore. Zum Vergleich: Bei der Weltmeisterschaft der Männer waren es in der Münchner Allianz Arena 600 Monitore.

Arbeitsplätze für 120 Journalisten

Drei Etagen tiefer haben die Logistik-Profis das SMC eingerichtet - das Stadium Media Center. Von dort werden rund 120 Medienvertreter aus aller Welt von den WM-Spielen berichten. Für sie haben die Logistiker Arbeitsplätze samt Internetanschlüssen und Info-Screens aufgebaut.

Hauptverantwortlicher für die Einrichtung des SMC ist Nico Mieth, der TV und Media Operations Manager. Normalerweise arbeitet er als TV-Produktionsverantwortlicher für Sportcast, eine Tochterfirma der DFL. Die Arena kennt er bereits aus dem Liga-Alltag. "Für mich war es vor allem in der Planung ein riesiger Vorteil, dass ich das Stadion bereits kannte", erklärt er.

Die Anspannung steigt

Drei Tage vor dem ersten Spiel in Augsburg steigt auch die Anspannung bei Vrsajkovic und seiner Truppe. Bislang ist alles glatt gelaufen. Bis Mittwoch, drei Stunden vor Anpfiff, treffen sie noch weitere Vorbereitungen - dann ist Deadline.

Bis dahin können weiterhin ungeahnte Komplikationen auftreten. So forderte beispielsweise das Nationalteam Äquatorialguineas eine zusätzliche Massageliege für ihr Hotel an - vier Tage vor dem Start, mitten in der heißen Phase. Vrsajkovic und sein Team lieferten prompt. "In unserem Job", betont der Venue Logistik Manager, "ist schnelles und flexibles Reagieren ein Muss!"

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