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Silvia Neid spielte elf Jahre für den TSV Siegen © getty

Gegen Nigeria peilt Deutschland den zweiten Sieg an. Zwei Frankfurter Mädchen haben dabei ein doppeltes Heimspiel. Neid warnt.

Vom Frauen-Nationalteam berichtet Mathias Frohnapfel

Frankfurt/Main - Die Umstellung ist gewaltig, aber nicht unangenehm für Birgit Prinz, Nadine Angerer, Saskia Bartusiak, Kerstin Garefrekes, Ariane Hingst und Melanie Behringer.

Die Nationalspielerinnen des 1. FFC Frankfurt spielen am Donnerstag gegen Nigeria (ab 20.15 Uhr im LIVE-TICKER) in Frankfurt, doch nicht in ihrem Vereinsstadion am Bretanobad, sondern in der WM-Arena Frankfurt ? vor 48.000 Zuschauern.

Mit einem Sieg wären die DFB-Frauen quasi schon im Viertelfinale. Für die gebürtigen Frankfurterinnen Prinz und Bartusiak ist es quasi ein doppeltes Heimspiel und Bartusiak ist von der lautstarken Unterstützung der Fans überzeugt. "Frankfurt kann mit Berlin mithalten", tönt die Lokalpatriotin (DATENCENTER: Der WM-Spielplan).

Nigeria unter Druck

Silvia Neid schätzt die Rivalinnen aus Nigeria als "individuell sehr stark" ein. "Sie sind pfeilschnell und läuferisch stark. Außerdem sind sie sehr robust in den Zweikämpfen."

Und sie fügte an: "Sie haben sich weiterentwickelt, stehen aber nach der Auftakt-Niederlage unter Zugzwang. Das macht unsere Aufgabe nicht leichter."

Von ihrer eigenen Mannschaft forderte sie: "Wir wollen uns gegenüber dem Eröffnungsspiel spielerisch steigern. Unser Ziel ist es, den zweiten Sieg einzufahren."

Von Nervosität vor dem Match gegen den Afrikameister von 2010 war am Mittwochabend beim Abschlusstraining in der WM-Arena, in der aktuell alle Hinweise auf die Commerzbank-Arena verschwunden sind, jedoch nichts zu spüren.

Die Nationalspielerinnen wärmten sich gutgelaunt auf, absolvierten konzentriert einige Torschussübungen.

"Die Jungs haben kein Privatleben"

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Die Stunden vor dem Abendtraining hatten die Spielerinnen nach Gusto verbracht, waren in der Stadt unterwegs oder machten wie Inka Grings einen kleinen Ausflug mit dem Fahrrad.

Das glückte der Stürmerin weitgehend unerkannt. Grings schätzt diesen Umstand, mit den Profifußballern möchte sie "für kein Geld der Welt" tauschen, wie sie der "Bild" sagte.

"Die Jungs haben ja kein Privatleben, stehen stets im Fokus. Ich will mein Leben nicht teilen müssen."

Nigeria nennt Grings "eine Wundertüte", die ganz schwer einzuschätzen sei.

[kaltura id="0_cmtspom0" class="full_size" title=" Kein Spaziergang zum Titel "]

Obliers verspricht Kampf bis zum Umfallen

Immerhin findet Co-Trainerin Uli Ballweg, dass es mittlerweile etwas einfacher sei, das Team auf den Weltranglisten-27. einzustimmen.

Seit neben Trainerin Eucharia Uche der frühere Bundesliga-Coach Thomas Obliers als technischer Berater Nigerias arbeite, sei die Aufgabenverteilung sei klarer erkennbar.

"Sie sind jetzt viel organisierter, daher können wir das besser organisieren."

Obliers verspricht im SPORT1-Interview den DFB-Frauen einen heißen Tanz. "Sie kämpfen bis zum Umfallen", charakterisiert er seine Spielerinnen im SPORT1-Interview (Thomas Obliers im SPORT1-Interview).

Kantersieg im November

Da Nigeria in der Gruppe A noch keinen Zähler auf dem Konto hat, ist das Team auf einen Erfolg dringend angewiesen.

Doch alle sechs Duelle gegen die "Super Falcons" ("Super -Falken") hat Deutschland bisher gewonnen ? zuletzt gab es ein 8:0 im vergangenen November gegen lustlose Afrikanerinnen.

Und nach dem Willen der Frankfurterinnen Birgit Prinz, Melanie Behringer und Co. soll die Bilanz makellos natürlich so bleiben.

Stammelf steht

Gegen Nigeria dürfte Edeltechnikerin Lira Bajramaj genauso wie den beiden Angreiferinnen Grings und Alexandra Popp zu Beginn wieder die Bank drohen 366780(DIASHOW: Deutschlands WM-Kader).

Zumindest im Sturmzentrum scheint Neid an dem Duo aus dem Eröffnungsspiel Prinz und Celia Okoyino da Mbabi festhalten zu wollen (BERICHT: Wie lange währt die Prinz? Schutzfrist?).

Jungspund Okoyino da Mbabi heimste am Mittwochabend noch ein Sonderlob ein. "Celia befindet sich momentan in einer hervorragenden Form", sagte Neid.

Ersatzspielerin Martina Müller (Oberschenkelzerrung) fällt indes wohl auch für die Partie gegen Nigeria aus.

Voraussichtliche Aufstellungen:

Deutschland: Angerer - Bresonik, Krahn, Bartusiak, Peter - Laudehr, Kulig - Garefrekes, Okoyino da Mbabi, Behringer - Prinz.

Nigeria: Precious Dede - Josephine Chukwunonye, Osinachi Ohale, Onome Ebi, Helen Ukaonu - Glory Iroka, Rita Chikwelu - Stella Mbachu, Ebere Orji - Perpetua Nkwocha - Desire Oparanozie.

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