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Die Asiatinnen überrollen überforderte Mexikanerinnen und stehen schon im WM-Viertelfinale. Dort könnten sie auf Deutschland treffen.

Leverkusen - Mit einem Torfestival hat Geheimfavorit Japan seine Titelambitionen bei der Frauenfußball-WM unterstrichen und zum zweiten Mal nach 1995 das Viertelfinale erreicht (DATENCENTER: Der WM-Spielplan).

Der Olympia-Vierte mit den Bundesliga-Spielerinnen Yuki Nagasato (Turbine Potsdam) und Kozue Ando (FCR Duisburg) sowie der künftigen Frankfurterin Saki Kumagai fertigte in der Gruppe B Mexiko mit 4:0 (3:0) ab und behauptete mit sechs Punkten aus zwei Spielen souverän die Tabellenführung.

Drei Treffer von Spielführerin Homare Sawa (13., 39. und 80.) sowie ein Tor von Shinobu Ohno (15.) sicherten der "Nadeshiko" schon vor dem letzten Gruppenspiel am kommenden Mittwoch (18.15 Uhr im LIVE-TICKER) in Augsburg gegen England einen Platz unter den letzten Acht. Zudem traf Nagasato den Pfosten (56.).

Japan gegen Deutschland oder Frankreich

Das Team von Trainer Norio Sasaki, der den WM-Titel als Ziel ausgegeben hat, könnte im Viertelfinale auf die deutsche Nationalmannschaft treffen.

Den Mexikanerinnen, die beim 1:1 zum Auftakt gegen England ihren ersten WM-Punkt gewonnen hatten, droht dagegen das frühe Aus.

Die Japanerinnen dominierten vor 22.291 Zuschauern in Leverkusen von Beginn an das Spiel. Mit flüssigen Kombinationen setzten sie den Außenseiter unter Druck und wurden schnell mit den ersten Toren belohnt.

Früher Doppelschlag

Nach einem Freistoß von Aya Miyama köpfte Sawa völlig unbedrängt zum 1:0 ein. Nur zwei Minuten später legte die Potsdamerin Nagasato auf Ohno quer, die den Ball in den Winkel drosch.

Die Mexikanerinnen um ihre enttäuschende Torjägerin Maribel "Marigol" Dominguez kamen vor der Pause kaum aus der eigenen Hälfte, geschweige denn gefährlich vor das japanische Tor.

Zu deutlich war ihre technische und taktische Unterlegenheit. Bezeichnenderweise ging der erste Schuss von Dominguez weit über die Latte (25.).

Sawa stets gefährlich

Nach dem frühen Doppelschlag schalteten die Japanerinnen einen Gang zurück, behielten das Spiel aber jederzeit unter Kontrolle. Gefährlich wurde es vor allem, wenn Sawa mit dem Kopf an den Ball kam.

Zunächst verfehlte der Kopfball der 32-Jährigen noch das Tor (28.), dann traf sie nach einer Ecke von Miyama zum 3:0.

Nach der Halbzeit kamen die Mittelamerikanerinnen immerhin zu ihrer ersten Torchance: Stephany Mayor zwang Torfrau Ayumi Kaihori mit einem Weitschuss zur ersten Parade des Spiels (49.).

Bei den Japanerinnen überzeugten neben der Doppeltorschützin Sawa vor allem Vorbereiterin Miyama und die Potsdamerin Nagasato. Vom Weltranglisten-22. aus Mexiko konnte einzig die 19-jährige Mayor mithalten.

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