vergrößernverkleinern
Jill Scott (l. mit Rachel Unitt) erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich © getty

England dreht gegen Neuseeland die Partie und macht einen Schritt in Richtung Viertelfinale. Dort könnte Deutschland warten.

Von Andreas Messmer

Dresden - Das englische Frauen-Nationalteam hat einen großen Schritt in Richtung WM-Viertelfinale gemacht (DATENCENTER: Der WM-Spielplan).

Mit 2:1 (0:1) bezwang der mögliche Viertelfinalgegner des deutschen Teams am Freitagabend Neuseeland, tat sich dabei aber lange schwer.

Sarah Gregorius traf in der 18. Minute zur Führung für Neuseeland, Jill Scott (63.) und die eingewechselte Jessica Clark (81.) drehten die Partie zugunsten Englands.

Im abschließenden Vorrunden-Duell gegen Japan, das bereits am Nachmittag Mexiko 4:0 (Spielbericht) besiegt hatte, reicht den "Three Lionesses" ein Punkt um als Gruppenzweiter ins Achtelfinale einzuziehen.

Sollte Deutschland gegen Frankreich am kommenden Dienstag verlieren oder nur unentschieden spielen, käme es im Viertelfinale zum Klassiker gegen das Team von Trainerin Hope Powell.

Neuseeland hat hingegen keine Chance mehr auf den Viertelfinaleinzug und blieb weiterhin ohne Punktgewinn bei einer WM-Endrunde.

Erste Schrecksekunde nach acht Minuten

Die 19.110 Zuschauer im Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion sahen einen engagierten Start der favorisierten Engländerinnen.

In den Anfangsminuten spielte das Team von Trainerin Hope Powell zielstrebig nach vorne, ohne sich allerdings zwingende Möglichkeiten zu erarbeiten. Neuseeland beschränkte sich vorwiegend auf Defensivarbeit.

Bereits in der 8. Minute erlebten die Engländer die erste Schrecksekunde: Superstar Kelly Smith humpelte nach einem Zusammenprall mit Neuseelands Keeperin Jenny Bindon vom Rasen. Nach wenigen Minuten gab die 32-Jährige aber Entwarnung und kehrte aufs Feld zurück.

Gefährlich wurde es vier Minuten später, als Fara Williams aus rund 18 Metern das rechte Kreuzeck anvisierte. Doch "Kiwi"-Keeperin Bindon schnappte sich den Ball im Nachfassen.

Die Neuseeländerinnen legten mit zunehmender Spieldauer ihre Zurückhaltung ab und erarbeiteten sich gute Möglichkeiten.

Gregorius trifft zur Führung

In der 18. Minute schockte dann Neuseelands Sarah Gregorius den großen Favoriten: Ali Riley schickte Amber Hearn mit einem überlegten Pass über links auf die Reise. Hearn hatte viel Platz und flankte präzise an den Fünfer. Dort rauschte Gregorius heran und drückte den Ball links unten in die Maschen.

Die Engländerinnen wirkten davon sichtlich beeindruckt und fanden in der Folge nicht mehr zu ihrem Rhythmus. Beim finalen Pass agierte das Powell-Team mehrfach zu schlampig, beim Abschluss zu überhastet.

So schoss Rachel Yankey aus 18 Metern knapp über die Querlatte (31.). Und Smith scheiterte in der 44. Minute nach feinem Zuspiel von Yankey mit einem Drehschuss aus 15 Metern.

Hearn köpft knapp drüber

Nach dem Seitenwechsel kamen erneut die Neuseeländerinnen zur ersten guten Möglichkeit. Amber Hearn stieg nach einer Hereingabe von rechts am höchsten und köpfte nur Zentimeter drüber.

Die Engländerinnen investierten nun mehr und wurden nach gut einer Stunde belohnt. Jill Scott nickte nach einer passgenauen Flanke von Alex Scott zum Ausgleich ein (63.). Beide Teams vergaben in der Folge gute Möglichkeiten zur Führung.

Die größte für Neuseeland verpasste Rosie White in der 72. Minute nach einer Flanke von Riley in aussichtreicher Position sechs Meter vor dem Tor.

Besser machte auf der Gegenseite Jessica Clark, die das Getümmel im gegnerischen Strafraum nach einer Standardsituation ausnutzte und zum umjubelten 2:1 einschob (81).

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel