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Lisa Dahlkvist spielt seit 2010 in Schweden für Kopparbergs/Göteborg FC © getty

Die "Tre Kronor" siegen gegen Nordkorea zum zweiten Mal mit 1:0 und stehen so gut wie sicher im Viertelfinale.

Augsburg - Beim perfekt einstudierten Siegertänzchen der Schwedinnen schauten die auch sonst hermetisch abgeschirmten Spielerinnen aus Nordkorea nur neidisch zu.

Denn während der Mitfavorit aus Skandinavien sicher ins Viertelfinale der Fußball-WM einzog, sind die vor Turnierbeginn recht hoch eingeschätzten Asiatinnen gescheitert - und haben weder Punkt noch Tor auf dem Konto.(DATENCENTER: Der WM-Spielplan)

Schweden jedenfalls ist obenauf.

"Das ist unser traditioneller Tanz. Hoffentlich können wir den bei der WM noch häufiger aufführen", sagte die Spielführerin Caroline Seger.

Drehen, Klatschen, Hüpfen

Ihre Kolleginnen hatten sich nach dem Abpfiff im Mittelkreis versammelt, auf der Stelle gedreht, in die Hände geklatscht, zudem hüpften sie herum.

Schweden, Vize-Weltmeister von 2003, hatte das Duell am zweiten Vorrunden-Spieltag 1:0 (0:0) gewonnen.

Das "goldene Tor" gelang Lisa Dahlkvist (64.).

Die US-Damen leisteten am Abend dann die nötige Schützenhilfe (Bericht) - Schweden ist weiter. Im direkten Duell geht es am Mittwochabend um den Gruppensieg.

Schwungvoller Start der Schwedinnen

Im fast ausverkauften WM-Stadion von Augsburg startete Schweden mit Sara Thunebro und Jessica Landström vom deutschen Pokalsieger 1. FFC Frankfurt schwungvoll.

Bereits in der zweiten Minute vergab Superstar Lotta Schelin vom Champions-League-Sieger Olympique Lyon die erste Großchance, als sie von halblinks in den Strafraum zog und knapp den kurzen Winkel verfehlte.

Trainer Thomas Dennerby lobte nach dem Spiel die "brillante" Defensivleistung seiner Mannschaft - an der Chancenverwertung aber müsse noch gearbeitet werden.

Die erste Szene aber war die Initialzündung für die Spielerinnen und die 23.768 Zuschauer, von denen die meisten mit den favorisierten Schwedinnen sympathisierten.

Beide Teams ohne Handbremse

Die "La Ola" erfreute sich im Fünf-Minuten-Takt größter Beliebheit - auch, weil beide Teams mutig nach vorne spielten.

Nordkoreas erst 16 Jahre alte Flügelflitzerin Kim Su Gyong verpasste nach acht Minuten mit einem satten Schuss von der Strafraumgrenze die Führung.

Trotz gelegentlicher Konter dominierten aber die Schwedinnnen das Spiel und legten die Schwächen Nordkoreas in der Rückwärtsbewegung gnadenlos offen.

Vor allem das flinke Sturmduo Schelin/Landström sorgte ständig für Gefahr. Bei der größten Tormöglichkeit vor der Halbzeitpause traf Schelin aber nur das Außennetz (30.).

Munteres Chancenvergeben

Auch nach dem Seitenwechsel ging das muntere Chancenvergeben weiter: Dahlkvist scheiterte freistehend aus kurzer Distanz an Torhüterin Hong Myong Hui (50.). Fünf Minuten später konnten nach einem Eckball gleich mehrere Schwedinnen nicht von einem Torwartfehler Hongs profitieren.

Als sich die Fehlversuche häuften, wurden die die Blau-Gelben hastiger und nervöser. Seger kassierte wegen Meckerns ihre zweite Gelbe Karte im Turnier (60.) und ist im letzten Gruppenspiel gesperrt.

Sjörgan legt für Dahlkvist auf

Erst Dahlkvist erlöste schließlich die Schwedinnen, als sie nach einem Querpass von Therese Sjögran zum Sieg einschoss.

Schweden brachte die Führung dennoch über die Zeit. Damit hat auch die Aufregung um Nordkoreas Spielmeldung keine Auswirkungen: Trainer Kim Kwang Min hatte entgegen der FIFA-Statuten eine Spielerin von Beginn an auflaufen lassen, die nicht für die Startelf markiert war. Die Schwedinnen hätten Protest einlegen können.

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