Die Fans feiern die DFB-Frauen bei Volksfeststimmung und La Ola. Die Gründe für das gestiegene Interesse sind vielfältig.

Die Fans stehen weiter hinter der Frauen-Nationalmannschaft. Und wie!

Gut 2000 Zuschauer kamen am Samstagabend zum öffentlichen Training nach Meerbusch nahe Düsseldorf und das trotz der schwachen Leistung beim 1:0-Sieg über Nigeria (Bericht).

Dabei war das Training erst am Vormittag für die Fans geöffnet worden, doch via Internet, App, Radio verbreitete sich die Nachricht in Windeseile. Freizeitpläne wurden umgeworfen, um die Prinz? Garde in Aktion zu sehen.

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Selbst der momentan arg gebeutelten Spielführerin huschte angesichts dieses uneingeschränkten Rückhalts ein Lächeln über die Lippen.

"Ich denke, man sollte unser Team einfach unterstützen?", erzählte Achim aus Jüchen, der mit seinem Sohn Nico (12) da war.

Und für Lara war der Termin nahe Düsseldorf quasi Ehrensache. Die 15-Jährige spielt selbst Fußball und demonstrierte stolz ihr Nationaltrikot. "Das hat mir Lira Bajramaj nach einem Freundschaftsspiel gegen Nordkorea geschenkt."

Volksfeststimmung in Meerbusch. Gute Aktionen und vor allem Tore werden bejubelt und es läuft tatsächlich ein paar Mal auch die Welle über die kleine Zuschauertribüne.

Spricht man in diesen Tagen mit Fans darüber, warum sie sich für den Frauenfußball interessieren, hört man immer wieder ähnliche Argumente.

Die Erfolge der deutschen Mannschaft beeindrucken natürlich genauso wie die freundliche Stimmung rund um die Partien. Nicht nur Familien sind begeistert davon.

Positiv wird auch oft erwähnt, dass weniger Geld im Spiel ist. Ziemlich oft fällt auch das Wort "ehrlich". Und im Vergleich zu den Männer-Profis erscheinen den Fans auch die Spielerinnen nahbarer.

Die schreiben nach dem Training wie im Akkord Autogramme, gehen immer wieder an den langen Reihen auf und ab.

Einige Neugierige waren zum ersten Mal bei einem öffentlichen Training der Frauen-Nationalmannschaft, sie dürften als neue Sympathisanten gegangen sein.

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