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Englands Rachel Yankey erzielt das 2:0 gegen Japans Torhüterin Kaihori © getty

"Hopes Lions" erobern gegen Japan in der Gruppe des deutschen Viertelfinal-Gegners Platz eins. Mexiko erlebt einen Last-Minute-Schock.

Sinsheim/Augsburg - England hat das Fernduell gegen Mexiko für sich entschieden und ist als möglicher deutscher Gegner ins WM-Viertelfinale eingezogen.

Die Spielerinnen aus dem Mutterland siegten am Dienstagabend in Augsburg gegen die schon zuvor qualifizierten Japanerinnen mit 2:0 (1:0) und verdrängten die Asiatinnen mit sieben Punkten noch von der Spitze der Gruppe B.

Der Viertelfinal-Traum der Mexikanerinnen, die zum Auftakt 1:1 gegen England gespielt hatten, endete durch das 2:2 (2:0) im abschließenden Gruppenspiel in Sinsheim gegen Neuseeland. (DATENCENTER: Der WM-Spielplan)

Japan trifft nun im Viertelfinale auf Deutschland, England spielt gegen Frankreich.

Vize-Europameister England gelang nach zuvor enttäuschenden Turnierauftritten im entscheidenden Moment eine Leistungssteigerung.

Vor 20.777 Zuschauern in Augsburg erzielten Ellen White (15.) und Rachel Yankey (65.) die beiden sehenswerten Tore der "Three Lionesses".

Whites gefühlvoller Heber zur Führung war das Highlight einer ereignisarmen ersten halben Stunde. Nach einem Pass von Karen Carney wählte der 22 Jahre alte Blondschopf mit seiner Bogenlampe genau das richtige Mittel gegen die 1,70 Meter kleine Torhüterin Ayumi Kaihori.

Japan mit zwei Bundesliga-Spielerinnen

Die Defensivreihen beider Teams agierten äußerst diszipliniert und erstickten aufkeimende Torgefahr meist schon auf Höhe der Strafraumlinie.

Japan, in dessen Reihen in Kozue Ando (FCR Duisburg) und Yuki Nagasato (Turbine Potsdam) zwei aktuelle und in Saki Kumagai (1. FFC Frankfurt) eine kommende Bundesligaspielerin in der Startelf standen, benötigte beinahe 20 Minuten, um sich von dem Schock des Gegentores zu erholen.

Danach erhöhten die Asiatinnen mit kreativem und technisch ansehnlichem Spiel den Druck, ohne allerdings zu ernsthaften Torchancen zu kommen.

Toller Fallrückzieher von White

Diese hatte wiederum White: Ihren Fallrückzieher lenkte Ayumi eben noch an die Latte (38.). Für Japan vergab die aufgerückte Rechtsverteidigerin Yukari Kinga die größte Möglichkeit (40.).

Nach dem Seitenwechsel bäumten sich die Japanerinnen gegen die Niederlage auf.

Bei einer 100-prozentigen Torchance versagten Nagasato (49.) jedoch die Nerven. Yankeys Lupfer über die herauseilende Kaihori brachte schließlich die Entscheidung.

Neuseeland gleicht spät aus

Vor 20.000 Zuschauern in der Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena sah alles nach dem ersten WM-Sieg der Mexikanerinnen aus, nachdem Stephanie Mayor (2.) und Torjägerin Maribel `Marigol" Dominguez (29.) eine 2:0-Führung herausgeschossen hatten.

Für Außenseiter Neuseeland erzielten dann aber die Wolfsburger Bundesligaspielerin Rebecca Smith (90.) und Hannah Wilkinson (90.+4) in der Schlussphase noch zwei Treffer, die den ersten Punkt der Neuseeländerin bei ihrer dritten WM-Teilnahme bedeuteten.

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