vergrößernverkleinern
Die schwedische Nationalmannschaft wurde 2003 Vize-Weltmeister © getty

Die Skandinavierinnen setzen sich knapp gegen die USA durch. Im Viertelfinale wartet jetzt auf die US-Girl ein Hammer-Gegner.

Von der Frauen-WM berichtet Mathias Frohnapfel

Wolfsburg - Schweden hat vor den Augen der deutschen Nationalmannschaft und Bundeskanzlerin Angela Merkel das Endspiel in Gruppe C gegen die USA gewonnen und sich enormes Selbstvertrauen für den weiteren Turnierverlauf geholt.

Die Tore für Schweden erzielten Lisa Dahlkvist und Nilla Fischer, für die USA traf Abby Wambach.

Beide Teams waren schon vor der Partie für das Viertelfinale der Frauen-WM qualifiziert. (DATENCENTER: Der WM-Spielplan)

Schweden verdrängte damit die USA von Platz eins in Gruppe C und trifft nun in der Runde der letzten Acht am Sonntag auf Australien. Der Sieger aus dieser Partie muss im Halbfinale dann womöglich gegen Deutschland ran, falls die Neid-Truppe am Samstag Japan besiegt.

Die USA muss bereits im Viertelfinale gegen das hoch gehandelte Team aus Brasilien bestehen.

Schwedinnen präziser

Vor 23.468 Zuschauern in Wolfsburg entwickelte sich gleich eine offene und sehenswerte Partie mit Feldvorteilen für die Schwedinnen, die schneller und präziser als die Nordamerikanerinnen in die Spitze spielten.

Die erste Großchance hatte Starspielerin Lotta Schelin, der allerdings freistehend vor Torhüterin Hope Solo die Nerven versagten (7.).

Die USA hätten das wenig später um ein Haar genutzt, doch die zuvor im Turnier noch torlose Stürmerin Abby Wambach ließ die Gelegenheit im Strafraum ungenützt.

[image id="6b7e37b4-6473-11e5-acef-f80f41fc6a62" class="half_size"]

LePeilbet verursacht Strafstoß

Derweil steigerten die Skandinavierinnen das Tempo, brachten die US-Innenverteidigerinnen Christie Rampone und Rachel Buehler immer wieder in Bedrängnis, den Foulelfmeter vor der Führung Schwedens verursachte aber Außenverteidigerin Amy Le Peilbet mit einem sehr robusten Einsatz gegen Schelin.

Danach begann ein minutenlanger Nervenkrieg von US-Keeperin Solo und Schützin Lisa Dahlkvist: Die ließ sich von allen Mätzchen nicht beeindrucken und verwandelte sicher (16.).

Mit der Führung im Rücken öffneten sich Räume für die Schwedinnen, die lautstark von ihren Fans unterstützt wurden.

US-Girl zu oft mit hohen Bällen

Das von der Schwedin Pia Sundhage trainierte US-Team agierte dagegen zu oft mit hohen und unpräzisen Bällen. Die größte Möglichkeit bis zur Pause hatte Amy Rodriguez (32.) mit einem gefühlvollen Lattenlupfer, der fast den Ausgleich bedeutet hätte.

Mit Fortune erhöhte indes Schweden auf 2:0. Ein von Pechvogel Le Peilbet abgefälschter Freistoß von Nilla Fischer landet aus 25 Metern im Tor und die Schwedinnen führten erneut ihr Freudentänzchen auf.

Offensive Ausrichtung nach der Pause

Nach der Pause behielten beide Teams, die jeweils mit zwei Spitzen arbeiteten, ihre offensive Ausrichtung bei.

Besonders Megan Rapinoe startete stark und war auf der rechten Seite kaum zu bremsen. Schwedens Torfrau Hedwig Lindahl bekam nun immer mehr Arbeit.

Gegen den Ball, der von Wambachs Schulter nach einem Eckball ins Tor flog, war sie aber ohne Abwehrmöglichkeit (67.).

O'Hara vergibt Ausgleich

Und die USA spielten weiter nach vorne, wollten unbedingt die Viertelfinalpartie gegen Brasilien verhindern.

Doch Jokerin Kelley O?Hara vergab die große Ausgleichsmöglichkeit bei einer Volleyabnahme (85.): Die schwedische Defensive ließ sich letztlich nicht mehr überwinden.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel