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Silvia Neid ist seit 2005 Bundestrainerin der deutschen Nationalmannschaft © getty

Die Enttäuschung bei der DFB-Elf ist nach dem WM-Aus gegen Japan riesig. Neid sucht nach Gründen, Jones "will eine Nacht drüber schlafen".

München - Der deutsche Frauenfußball hat einen schwarzen Abend erlebt:

Die Titelträume des DFB-Teams sind nach einer 0:1-Niederlage in der Verlängerung gegen Japan (Bericht) geplatzt. (428304DIASHOW: Deutschland - Japan: Die Bilder)

Nach zwei Titelgewinnen in Folge ist somit bei der WM im eigenen Land schon nach dem Viertelfinale Schluss.

Dementsprechend groß war die Enttäuschung nach bei den als Favoritinnen geltenden DFB-Kickerinnen. (DATENCENTER: Der WM-Ergebnisse)

SPORT1 hat die Reaktionen zum Spiel.

Silvia Neid (Bundestrainerin): "Es ist das eingetreten, was ich befürchtet habe. Gegen den Weltranglistenvierten geht es um Nuancen. Wir waren heute nicht in der Lage, ein Tor zu machen. Unsere Standards waren zu ungenau. Bei den Japanerinnen muss man immer mit einem guten Konter rechnen. Das ist natürlich alles sehr schade und traurig. Der Wille war da, aber heute hätten wir noch ewig spielen können, ohne ein Tor zu machen."

Steffi Jones: "Ich war wahnsinnig traurig. Ich habe mir gewünscht, dass wir das Viertelfinale gewinnen. Ich weiß, wie es in den Spielerinnen aussieht. Ich muss jetzt erst mal eine Nacht drüber schlafen, vielleicht sieht die Welt dann anders aus."

Birgit Prinz: "Ich bin frustriert und enttäuscht. Ich habe mich fit gefühlt. Ich hätte gerne gespielt. Die Trainerin hat aber anders entschieden. Ich akzeptiere das."

Nadine Angerer: "Es ist surreal, was gerade geschehen ist. Die Japanerinnen haben gekämpft ohne Ende und immer ein Bein dazwischen gehabt. Die Zeit lief davon und wir wurden immer nervöser. Heute kam irgendwie alles zusammen."

Lena Goeßling: "Wir sind alle total traurig und enttäuscht. Wir hatten alle geplant, dass wir noch eine Woche im Turnier sind. Wir haben heute einfach unsere Chancen nicht reingemacht."

Theo Zwanziger (DFB-Präsident): "Die Enttäuschung ist groß. Die Spielerinnen, für die es das letzte Turnier war, hätten sich gerne mit einem Titel verabschiedet. Aber der Sport bringt Siege und Niederlagen. Ich kann mich nicht erinnern, dass eine deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft gegen einen zwar starken, aber nicht übermächtigen Gegner 120 Minuten lang kein Tor erzielt hat."

Norio Sasaski (Trainer Japan): "Fantastisch! Die Mannschaft hat wunderbar gekämpft und auch in der Verlängerung auf hohem Niveau durchgehalten. Wir hatten uns vorgenommen, sauber zu verteidigen und auf eine Chance zu warten. Und so ist es auch gekommen."(423460DIASHOW: Die Fans der WM)

Karina Maruyama (Japanische Torschützin zum 1:0): "Ich bin total glücklich. Es war lange ein zähes Spiel, am Ende haben wir aber gewonnen. Wir haben gewusst, dass es ein K.o.-Spiel ist und haben uns deshalb besonders angestrengt."

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