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Abby Wambach (M.) traf gegen Frankreich per Kopf zur 2:1-Führung © getty

Nach der frühen Führung durch Cheney überlassen die USA Frankreich das Feld und müssen zittern. Ein Doppelschlag entscheidet.

Von der Frauen-WM berichtet Andreas Messmer

Mönchengladbach - Die Topfavoritinnen aus den USA greifen bei der Frauen-WM nach ihrem dritten Titel. Mit 3:1 (1:0) besiegten die US-Amerikanerinnen im Halbfinale die Auswahl Frankreichs. (DATENCENTER: Der WM-Spielplan)

Die Tore für die USA erzielten Lauren Cheney (10.), Abby Wambach (79.) und Alex Morgan (82.). Sonia Bompastor hatte zum zwischenzeitlichen Ausgleich für Frankreich getroffen (56.).

Vor 25.676 Zuschauern im spärlich besuchten Stadion im Borussia Park legten beide Teams von Beginn an den Vorwärtsgang ein.

Cheney schockt "Les Bleues"

Bei den USA spielte Becky Sauerbrunn anstatt der rotgesperrten Rachel Buehler. Frankreichs Coach Bruno Bini vertraute im Tor wieder auf Berangere Sapowicz, die nach Rotsperre zurück war. Zudem verteidigte Ophelie Meilleroux an Stelle von Sabrina Viguier.

In der 8. Minute kam Frankreich zur ersten guten Möglichkeit. Louisa Necib feuerte aus 20 Metern in halbrechter Position aufs Tor, doch US-Keeperin Hope Solo lenkte den Ball gerade noch vorbei.

Eine Minute später führte die erste gute Kombination der US-Girls zur Führung. Heather O'Reilly marschierte auf dem linken Flügel auf und davon, passte flach zur Mitte und Lauren Cheney spitzelte den Ball rechts an Keeperin Berangere Sapowicz vorbei ins lange Eck. (429851DIASHOW: Die Bilder der Halbfinals)

Solo bewahrt USA vor dem Ausgleich

Die Französinnen wirkten beeindruckt vom frühen Rückstand, die US-Stars übernahmen die Kontrolle. Nach einer Ecke von rechts verpasste Carli Lloyd den zweiten Treffer, als sie aus sechs Metern deutlich links am Tor vorbei köpfte (24.).

Die Französinnen kamen erst nach gut einer halben Stunde wieder gefährlich vors gegnerische Tor. Necib schickte Thiney mit einem überlegten Pass links in die Gasse. Die Stürmerin zog vor dem Fünfmeterraum ab, doch US-Keeperin Solo lenkte den Ball gerade noch zur Ecke.

Frankreich macht Druck, US-Girls kontern

Es war der Auftakt zu einer ganzen Reihe von guten Szenen der französischen Auswahl. In der 34. Minute zimmerte Sonia Bompastor den Ball aus 16 Metern an die Latte. Nur drei Minuten pfiff der Ball nach einem Schuss von Camille Abily nur Zentimeter über den Querbalken.

Frankreich machte nun das Spiel, die US-Amerikanerinnen blieben durch Konter gefährlich. So flankte Christie Rampone in der 38. Minute von rechts aus vollem Lauf vors Tor und Abby Wambach köpfte aus spitzem Winkel nur haarscharf vorbei. Mit der knappen Führung für die USA ging es in die Pause.

Bompastor trifft zum Ausgleich

Direkt nach dem Seitenwechsel stand sich Thiney nach einem hervorragenden Pass in die Gasse von Necib selbst im Weg. Die 25-Jährige lief allein auf Solo zu, vertändelte aber zehn Meter vor dem Tor.

Besser machte es Bompastor in der 56. Minute - allerdings unter Beihilfe des nassen Rasens und der gegnerischen Torhüterin. Bompastor flankte druckvoll von der linken Seite in Richtung Tor, der Ball setzte direkt vor US-Torfrau Solo noch einmal auf und schlug im langen Eck ein - der Ausgleich.

Die Französinnen witterten nun die Sensation und drängten in dieser Phase auf ihren zweiten Treffer, die USA reagierten nur noch - und das zum Teil übernervös. In der 66. Minute passte Solo ohne Not in die Beine von Le Sommer, doch die übersah die besser postierte Necib und lupfte den Ball deutlich links am Tor vorbei.

Wambach macht's erneut

Brenzlig wurde es auf der Gegenseite erstmals wieder in der 70. Minute. Rapinoe zirkelte den Ball nach einem Freistoß druckvoll aufs Tor.

Sapowicz wehrte nach vorne ab, wo Morgan lauerte. Doch die eingewechselte Stürmerin scheiterte im Nachschuss aus rund einem Meter an der Torhüterin, die den Ball noch mit dem Fuß ins Toraus lenkte.

Die Großchance rüttelte das US-Team wieder wach. In der 79. köpfte Superstar Wambach am zweiten Pfosten nach einer Ecke von Cheney zur erneuten Führung ein.

Drei Minuten später machte Morgan alles klar. Die Angreiferin setzte sich links im Strafraum durch und lupfte den Ball an Sapowicz vorbei in die Maschen.

Nach dem Sieg dürfen die US-Amerikanerinnen weiter vom dritten WM-Titel nach 1991 und 1999 träumen.

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