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Japan belegte vor der WM in der Weltrangliste Platz vier © getty

Die ausländischen Medien kritisieren den Spielstil von Weltmeister Japan, doch anerkennen sie deren Leistung. Die Pressestimmen.

München - Mit dem Gewinn ihrer ersten Weltmeisterschaft (Bericht) haben die Japanerinnen für eine Sensation gesorgt.

Keiner hatte die "Nelken" vor der WM für den Titelgewinn ernsthaft auf der Rechnung.

Auch die internationale Presse ist überrascht. Der Spielstil der Japanerinnen überzeugt nicht alle.

Die US-Medien nehmen die 3:5-Niederlage nach Elfmeterschießen sportlich. (431410DIASHOW: Bilder des Spiels)

SPORT1 hat die Pressestimmen zum WM-Finale der Frauen

FRANKREICH

"L'Equipe": "Die Japanerinnen haben den amerikanischen Wüterich geschlagen. (...) Es war ein teuflisch gutes Spiel. Dennoch ist es ein kleines Wunder, dass die Asiatinnen diesen Titel erringen konnten, wirkten sie in der ersten Stunde des Spiels doch überaltert und technisch unterlegen."

"Le Monde": "Japan weigerte sich zu streben und hat ein Wunder geschafft. (...) Nach der logischen und verdienten Führung durch Morgan bedurfte es eines gewaltigen Missverständnisses innerhalb des amerikanischen zentralen Mittelfeldes und die Unfähigkeit, einen einfachen Ball zu spielen, damit die Japanerinnen Hope Solo überwinden konnten."

SPANIEN

"Marca": "Japan hat die Vormachtstellung der Amerikaner beendet und Geschichte geschrieben. Der japanischen Auswahl hatte niemand zugetraut, dass sie sich gegen die erfahrene Auswahl durchsetzt."

USA

"New York Times": "Ein unverwüstliches Team lindert den Schmerz einer Nation. (...) Japan hat seinen ersten Frauen-Weltmeistertitel gewonnen, aufgebaut auf Hoffnung, Erneuerung, Geduld, Gelassenheit und einem kleinen Quäntchen Glück, und ein ganzes Land dadurch beflügelt. Irgendwie hat Japan ein Match gewonnen, dass die Vereinigten Staaten zwar die meiste Zeit dominiert, aber nie unter Kontrolle hatten. (...) Als das Spiel nur noch vom Elfmeterschießen abhing, blieb Japan standfest, während die Amerikanerinnen die Fassung verloren."

"Sports Illustrated": "Amerikas Gelassenheit und Standfestigkeit, die die Mannschaft so weit gebracht hatten in diesem Turnier, waren verschwunden, als sie am meisten gebraucht wurden. (...) Es war ein weiterer Wendepunkt im Sport, ein weiteres Must-See-Event. (...) Es war ein durch und durch fesselndes, sehenswertes Sportereignis, auch wenn nicht immer das stärkere Team gewinnt."

"International Herald Tribune": "Die Vereinigten Staaten haben gegen ein beflügeltes Team verloren, gegen eine Nation, die drei gewaltige Schläge ertragen hat, ein Erdbeben, den Tsunami und die nukleare Katastrophe. (...) Die USA waren ein wunderbares Team, das einfach nicht gewonnen hat."

JAPAN

"Japan Times": "Saki Kumagai hat mit ihrem entscheidenden Elfmeter für einen märchenhaften Abschluss gesorgt und mit Japan die fassungslosen Amerikanerinnen geschlagen. (...) Die Spielerinnen werden wie Helden emfangen werden, nachdem sie das japanische Volk beflügelt haben."

ENGLAND

"Daily Mirror": "Japans Goliath-Bezwingung bei der Weltmeisterschaft endete im Finale beim glorreichen 3:1-Elfmeter-Sieg über das traditionelle Machtzentrum der Vereinigten Staaten."

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