In der Diskussion über die "Geschlechterfrage" bei einigen Fußballerinnen des WM-Teilnehmers Äquatorial Guinea hat der Weltverband FIFA vor Aktionismus gewarnt.

"Wir haben Kontakt mit dem afrikanischen Verband. Er ist dafür zuständig. Wir schauen, wie das Thema dort behandelt wird. Wir werden uns weiter einarbeiten, aber man muss vorsichtig mit dem Thema umgehen, es ist heikel", sagte FIFA-Frauenfußball-Leiterin Tatjana Haeni.

Beim diesjährigen Afrika-Cup war das Team aus Äquatorial Guinea mit dem Vorwurf konfrontiert worden, Männer in seiner Mannschaft zu haben. Konkrete Vorwürfe hatte Nigerias Trainerin Eucharia Uche geäußert, die mit ihrem Team das Finale mit 4:2 gegen Äquatorial Guinea gewonnen hatte.

"Wie schon 2008 spielen bei ihnen mindestens zwei Männer mit", hatte Uche gesagt und ein Einschreiten des afrikanischen Verbandes (CAF) gefordert.

Derartige Vorwürfe gegen Äquatorial Guinea hatten auch Südafrika und Ghana erhoben. Namentlich wurde unter anderem Torjägerin Genoveva Ananmo genannt, die beim deutschen Bundesligisten USV Jena spielt.

Das Umfeld Anamos hatte verlauten lassen, dass sie vor Jahren bereits "verletzende Tests" zur Bestätigung ihres Geschlechts über sich ergehen lassen musste.

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