Verbandspräsident Manga Obiang hat Vorwürfe gegen die Frauen-Nationalmannschaft Äquatorial-Guineas in der "Geschlechterfrage" vehement zurückgewiesen.

Beim diesjährigen Afrika-Cup war das Team aus dem kleinen Staat beschuldigt worden, Männer in seiner Mannschaft spielen zu lassen.

"Das ist eine freche Lüge und ein absurder Vorwurf. Es gibt keinerlei Zweifel am Geschlecht der Spielerinnen. Es kann doch gar nicht sein, dass Männer in Frauen-Mannschaften spielen", sagte Obano am Rande der Auslosung für die WM 2011 in Deutschland (26. Juni für 17. Juli).

Äquatorial-Guinea, Afrika-Meister von 2008, geht im kommenden Sommer erstmals bei einer Frauen-WM an den Start.

Obano vermutet hinter den Vorwürfen gezielte Stimmungsmache der afrikanischen Konkurrenz.

"Da verfolgen wohl einige andere Interessen. Wir sind ein kleines Land und haben Erfolg. Das passt wohl einigen nicht", sagte Obiang.

Konkrete Vorwürfe hatte Nigerias Trainerin Eucharia Uche geäußert, die mit ihrem Team das Finale mit 4:2 gegen Äquatorial-Guinea gewonnen hatte.

"Wie schon 2008 spielen bei ihnen mindestens zwei Männer mit", hatte Uche gesagt und ein Einschreiten des afrikanischen Verbandes (CAF) gefordert.

Auch die Delegationen von Südafrika und Ghana hatten sich ähnlich geäußert.

Der Weltverband FIFA hatte am Montag in der "Geschlechterfrage" vor Aktionismus gewarnt.

"Wir haben Kontakt mit dem afrikanischen Verband. Er ist dafür zuständig. Wir schauen, wie das Thema dort behandelt wird. Wir werden uns weiter einarbeiten, aber man muss vorsichtig mit dem Thema umgehen, es ist heikel", sagte FIFA-Frauenfußball-Leiterin Tatjana Haeni.

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