Nationalelf-Managerin Doris Fitschen hat mit Blick auf die Heim-WM 2011 den geringen Frauenanteil in den Spitzenpositionen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) kritisiert.

"Im DFB-Präsidium und im Vorstand, insgesamt etwa 40 Mitglieder, gibt es bisher nur eine Frau. Gerade in den Spielorten haben viele Männer das Sagen. Dort wird die Organisation teilweise von den heimischen Bundesligaklubs oder von den Landesverbänden gemacht. Das sind nun einmal vornehmlich Männer", sagte die 42-Jährige im Interview mit "Zeit Online".

Am Weltfrauentag betonte Fitschen, dass mittlerweile auch Trainerinnen einen Männer-Bundesligisten betreuen könnten.

"Wir haben inzwischen einige Trainerinnen, die die Qualifikation dazu haben. Wie lange das noch dauert, ist schwer zu sagen. Wir haben herausragende Trainerinnen wie Silvia Neid, Maren Meinert oder Martina Voss-Tecklenburg. Aber die Männer-Bundesliga ist in allen Bereichen noch sehr, sehr männerdominiert", sagte Fitschen.

Zudem betonte Fitschen, dass die Netto-Spielzeit beim Frauenfußball viel höher sei als bei den Männern, da die Spielerinnen "nach Fouls nicht so lange liegen bleiben und lamentieren. Das ist ja im richtigen Leben auch so. Wenn Männer sich verletzten oder krank sind, jammern sie immer ein bisschen mehr als Frauen."

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