Die Verantwortlichen der Frauen-Nationalmannschaft haben die heftige Kritik des Potsdamer Trainers Bernd Schröder an der Vorbereitung auf die bevorstehende Heim-WM (26. Juni bis 17. Juli) zurückgewiesen.

"Der Plan für die Vorbereitung auf die WM stand schon sehr lange fest. Wir haben weit im Vorfeld der WM deswegen mit allen Bundesliga-Vereinen gesprochen und alle Klubs haben damals ihre Zustimmung dazu gegeben - ausnahmslos", sagte DFB-Managerin Doris Fitschen:

"Wir hätten ohne die Einwilligung der Vereine die Spielerinnen ja gar nicht bekommen können, weil die Vorbereitungsphase zum Teil außerhalb der FIFA-Abstellungsperiode liegt. Das ist alles offen, fair und ohne Zeitdruck mit den Bundesligisten vereinbart worden. Insofern verstehe ich nicht, wenn jetzt jemand darüber klagt."

Fitschen hob zudem den erhofften Nutzen der WM für die Klubs hervor. "Außerdem versprechen sich die Bundesliga-Klubs ja auch positive Effekte für die Liga durch einen möglichen Erfolg der Nationalmannschaft bei der WM im eigenen Land", erklärte die frühere Nationalspielerin.

Schröder hatte nach dem 0:2 (0:1) des Deutschen Meisters Turbine Potsdam im Finale der Champions League gegen Olympique Lyon den DFB und Bundestrainerin Silvia Neid verbal attackiert.

Der Coach machte die lange WM-Vorbereitung, in der er auf seine Nationalspielerinnen verzichten musste, für die Niederlage mitverantwortlich.

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