Das Bundeskriminalamt (BKA) hat offenbar Hinweise auf einen atomaren Anschlag beim Eröffnungsspiel der Frauen-WM in Deutschland am 26. Juni in Berlin geprüft.

Laut eines Berichts von Spiegel online zeigen mehrere vertrauliche Dokumente der Polizei, dass die Frauen-WM von islamistischen Fanatikern "in einem viel stärkeren Maße" als Sinnbild der "typisch dekadenten Lebensweise" des Westens aufgefasst werden könnte als zum Beispiel eine Männer-WM.

Gerade von Einzeltätern gehe in diesem Zusammenhang "ein besonderes Risiko" aus.

Anscheinend prüfte das im rheinischen Meckenheim angesiedelte Staatsschutz-Referat ST 44 des BKA auch Hinweise auf einen Plan für einen Nuklearbombenanschlag beim Eröffnungsspiel zwischen Deutschland und Kanada.

Eine "Internet-Recherche" habe jedoch ergeben, schrieb eine Kriminalhauptkommissarin nach Angaben von "Spiegel online", dass der Auslöser der Alarmmeldungen "mit hoher Wahrscheinlichkeit" ein im Netz kursierender Film gewesen sei, in dem von einem Attentat am 26. Juni um 19.00 Uhr in Berlin fabuliert wurde.

Die Polizistin folgerte, dass die Inhalte des Videos als ungefährlich einzustufen seien. Es soll sich um eine Internetlüge gehandelt haben.

Die Behörden glauben auch nicht an große Krawalle oder Schlägereien bei den Spielen. Es würden sich "in der Hauptsache Familien sowie weibliche Jugendliche" die Begegnungen in den Stadien ansehen, notierte ein Stuttgarter Polizeidirektor:

"Hooligan-typisches Verhalten und Ausschreitungen von sogenannten Fußballfans sind grundsätzlich nicht zu erwarten."

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel