FIFA-Präsident Joseph S. Blatter muss sich nach einem Machtwort von DFB-Boss Theo Zwanziger beim Endspiel der Frauenfußball-WM in Frankfurt am 17. Juli einen neuen Platz suchen.

Das WM-Organisationskomitee und der Weltverband entschieden am Freitag, auf die 10.000 Euro teure Umgestaltung der Ehrengast-Tribüne zu verzichten.

Ursprünglich vorgesehen war eine Zusammenlegung der beiden zentral gelegenen VIP-Blöcke durch die Bestuhlung des Mittelgangs. Blatter hätte dann beim Finale exakt in Höhe der Mitellinie gesessen.

"Dass für WM-Endspiele besondere Standards angelegt und daher spezielle Maßnahmen getroffen werden müssen, ist für jeden Fußballfan verständlich. Allerdings kommen gut gemeinte protokollarische Vorschläge in der medialen Wirklichkeit nicht immer gut an. Als ich gestern erstmals von den geplanten Umbaumaßnahmen im Frankfurter Stadion erfuhr, war für mich sofort klar, dass diese nicht umgesetzt werden. Das habe ich auch der FIFA deutlich kommuniziert", sagte DFB-Boss Theo Zwanziger.

Irgendwann sei die Grenze des Vertretbaren erreicht, betonte Zwanziger:

"Wir werden uns in Frankfurt auch mit einer Ehrengast-Tribüne, durch die auf Höhe der Mittellinie ein Gang führt, als guter Gastgeber präsentieren und nicht zulassen, dass die Vorfreude unserer Mannschaft und vieler Millionen Fans in Deutschland auf diese WM durch solche Dinge unnötig belastet wird."

Die Stadion Frankfurt Management GmbH hatte am Donnerstag bestätigt, dass bereits bei der WM 2006 im FIFA-Protokoll gefordert wurde, dass die Mitteltreppe umgebaut wird, damit Blatter im Zentrum des Geschehens sitzt.

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