Wenige Tage vor dem WM-Auftakt der deutschen Fußballerinnen am Sonntag in Berlin gegen Kanada sorgt ein Werbestreit für Unruhe im deutschen Lager.

Nationalmannschafts-Managerin Doris Fitschen bestätigte am Montag, dass sie den Beratern der Spielerinnen vor knapp zwei Wochen einen Mahnbrief zugeschickt hat.

Darin beschwert sich der Deutsche Fußball-Bund (DFB) über die sogenannte "Trittbrettfahrer-Werbung" (Ambush-Marketing) mit den Spielerinnen.

Dies hatte die "Bild-Zeitung" am Montag berichtet.

"Wir haben Gespräche mit den Beratern geführt. Wir haben sie eingeladen und informiert, um die Basis für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zu legen. Trotzdem sind solche Aktionen gemacht worden", sagte Fitschen: "Darüber sind wir natürlich nicht glücklich. Schließlich haben unsere Partner die Rechte gekauft. Sie fördern damit das komplette Team und darüber hinaus den gesamten Frauenfußball."

Beim Ambush-Marketing wird im konkreten Fall ein Bezug zwischen einer Marke und dem DFB hergestellt, obwohl die Marke nicht die eines DFB-Sponsors ist.

In einigen Fällen wird sogar die Konkurrenz eines DFB-Sponsors beworben. Obwohl der Verband darüber verärgert ist und die Berater aufgefordert hat, solche Werbe-Tätigkeiten zukünftig zu unterlassen, will der DFB keine weiteren Schritte einleiten.

Die Vorbereitung der Mannschaft auf die Heim-WM soll nicht gestört werden.

"Dieser Brief wird nicht für Unruhe sorgen", sagte Fitschen: "Ich habe mit den Spielerinnen schon vor zwei Wochen gesprochen und ihnen gesagt, dass ich einen entsprechenden Brief an die Berater schreiben werde. Es wird aber keine rechtlichen Schritte von unserer Seite geben."

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