Bundestrainerin Silvia Neid fühlt sich durch ihre Vertragsverlängerung mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) kurz vor dem WM-Auftakt am Sonntag im ausverkauften Berliner Olympiastadion gegen Kanada nicht zusätzlich unter Druck gesetzt.

DFB-Präsident Theo Zwanziger habe mit ihr verlängert, "um deutlich zu machen, dass die weitere Zusammenarbeit nicht von den Ergebnissen bei dieser WM abhängt. Ich sehe das somit in keinster Weise als Verpflichtung für mich", sagte Neid dem Fachmagazin "kicker".

Die 47-Jährige, deren Vertrag um drei Jahre bis 2016 verlängerte wurde, hält trotz der Favoritenrolle der Titelverteidigerinnen eine Niederlage im ersten Spiel für möglich.

"Man muss immer mit allem rechnen. Ich kann nur versuchen, die Mannschaft bestmöglich einzustellen", sagte Neid.

Obwohl die Bundestrainerin eine Auftaktpleite nicht ausschließen möchte, steht ihr nach eigener Ansicht ein besserer Kader als beim WM-Triumph vor vier Jahren in China zur Verfügung.

"Ich finde schon, dass wir diesmal eine Mannschaft mit vielen Spielertypen haben, mit denen ich sehr gut agieren kann. Das hatten wir 2007 nicht unbedingt", sagte Neid: "Deshalb war die Startaufstellung auch viel einfacher, weil andere Spielerinnen nicht so weit waren. Heute haben wir sehr viel mehr Auswahl, vor allem im Spiel nach vorne."

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