Trainer Bernd Schröder vom deutschen Meister Turbine Potsdam hat Bundestrainerin Silvia Neid kurz vor dem WM-Auftakt des deutschen Teams am Sonntag in Berlin gegen Kanada zum wiederholten Mal kritisiert.

"Mich stört, dass sie uns gegenüber den Respekt vermissen lässt. Ich hätte schon erwartet, dass sie beim Champions-League-Finale in London den deutschen Meister angeschaut hätte", sagte Schröder der "Berliner Zeitung".

Der Coach, der ein "distanziertes Verhältnis" zu Neid einräumt, wirft der 47-Jährigen mangelndes Interesse an seinem Klub vor.

"Es gehört sich, mal in der Bundesligasaison zu einem Verein zu kommen, der nicht gerade der letzte in Deutschland ist. Das wäre eine Referenz an das Team gewesen", sagte Schröder, der Neid vor dem Spiel am Sonntag dennoch "die Hand schütteln" will, wenn ihm die Bundestrainerin "über den Weg läuft".

Noch härter als mit Neid ging Schröder mit seinem Erzrivalen Siegfried Dietrich ins Gericht. Laut Schröder hat der Manager von Vizemeister 1. FFC Frankfurt "vom Frauenfußball so viel Ahnung wie ein Eunuch von der Liebe".

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