Bundestrainerin Silvia Neid wird die letzte Ansprache vor dem WM-Auftakt der deutschen Fußballerinnen am Sonntag im ausverkauften Berliner Olympiastadion gegen Kanada einer Spielerin überlassen.

"Es steht noch nicht fest, wer das machen wird. Das entscheide ich auf der Busfahrt zum Stadion und spreche dann mit derjenigen darüber. Die Spielerinnen sind jetzt schon lange zusammen. Sie finden gute und motivierende Worte. Das passt hervorragend", sagte Neid am Samstagnachmittag während der letzten Pressekonferenz vor der Partie.

Mit Blick auf die Startformation erklärte Neid den rund 100 Journalisten in Berlin, dass die "Mannschaft noch nicht steht." Erst nach einer Aussprache mit dem Trainerteam am Samstagabend will sich die 47-Jährige festlegen.

Zuletzt hatte sich allerdings angedeutet, dass lediglich die Position im linken Mittelfeld noch umkämpft ist.

Melanie Behringer und Celia Okoyino da Mbabi streiten sich um den Platz unter den ersten Elf.

Nicht zur Verfügung steht Stürmerin Martina Müller (Oberschenkelzerrung). Die Wolfsburgerin, die am Samstag beim Abschlusstraining ein leichtes Lauftraining absolvierte, war allerdings ohnehin nur als Ersatzspielerin vorgesehen.

Neid konterte zudem mit viel Ironie die Kritik des Potsdamer Meistertrainers Bernd Schröder. "Ich weiß schon, dass die Mauer gefallen ist. Es freut mich, dass Bernd mich in Potsdam vermisst. Ich finde Bernd lustig und witzig und amüsiere mich permanent über seine Aussagen", sagte die 111-malige Nationalspielerin.

Schröder hatte zuletzt bemängelt, dass Neid zu selten die Spiele von Turbine Potsdam beobachte und ihr der Respekt vor dem Meister fehle.

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