Die positive Dopingprobe der kolumbianischen Nationaltorhüterin Yineth Varon ist möglicherweise auf eine Hormonbehandlung zurückzuführen.

Die 29-Jährige, die erst fünf Tage vor WM-Beginn für die verletzte Paula Forero nachnominiert worden war, sei aufgrund der kurzfristigen Nachnominierung nicht mehr von den Mannschaftsärzten untersucht worden.

Zudem habe sie eine Hormonbehandlung in Santiago de Cali verschwiegen. Das teilte der kolumbianische Verband FCF mit.

Bei der Torhüterin vom Klub Generaciones Palmiranas aus der kolumbianischen Hauptstadt Bogota hatte eine am 25. Juni in Leverkusen durchgeführte A-Probe ein positives Ergebnis erbracht, es erfolgte eine provisorische Sperre.

Die Spielerin hat inzwischen die Öffnung der B-Probe beantragt. Die FIFA hatte den Fall am Dienstag offiziell bekannt gegeben, nachdem die Untersuchung der Probe laut Weltverband ein "von der Norm abweichendes Analyse-Ergebnis" ergeben hatte.

Ohne Varon war WM-Neuling Kolumbien gegen Mitfavorit Schweden mit einer 0:1 (0:0)-Niederlage ins Turnier gestartet. Spielerinnen und Trainer hielten sich nach der Auftaktpleite zu den Dopingvorwürfen bedeckt.

"Die Information wird momentan untersucht. Erst wenn Klarheit herrscht, möchte ich darüber sprechen. Wir werden uns zu gegebener Zeit äußern", hatte Kolumbiens Trainer Ricardo Rozo auf der Pressekonferenz erklärt.

"Das hat keiner von uns erwartet, wir waren überrascht, das zu hören", sagte Mittelfeldspielerin Carmen Rodallega: "Aber wir sprechen nicht wirklich darüber, wir konzentrieren uns auf unsere Spiele."

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