Spielführerin Birgit Prinz hält nichts von der erneut aufgekommenen Diskussion über ihre zuletzt stark gesunkene Torquote in der Frauen-Nationalmannschaft.

"Es ist immer dieselbe Diskussion. Dabei kommt es gar nicht darauf an, wer die Tore schießt, nur dass sie eine schießt", sagte die Rekord-Nationalspielerin, die in diesem Jahr noch keinen Treffer im deutschen Trikot erzielt hat, vor dem zweiten WM-Spiel am Donnerstag in Frankfurt/Main gegen Afrikameister Nigeria (20.45 Uhr) der "Süddeutschen Zeitung".

Die 33 Jahre alte Prinz, die ihre internationale Karriere nach der WM beenden wird, definiert sich nicht mehr über ihre Treffer. "Meine Rolle ist es längst nicht mehr, ständig die Dinger reinzumachen", sagte die Angreiferin, die in ihren bisherigen 213 Länderspielen 128 Tore erzielt hat.

Allerdings hatte Prinz zuletzt auch nicht mehr 90 Minuten Zeit für einen Treffer, da sie von Bundestrainerin Silvia Neid zumeist ausgewechselt wurde. "Natürlich will ich immer ein Spiel durchspielen. Aber wenn die Trainerin etwas anderes vorhat, wird sie schon wissen warum", kommentierte Prinz ihre Rolle als Teilzeitkraft.

Die dreimalige Weltfußballerin betonte erneut, dass sie immer noch nicht darüber entschieden habe, ob sie nach der WM eine letzte Saison bei ihrem Klub 1. FFC Frankfurt absolvieren wird. Nach ihrer aktiven Karriere wird die Psychologin in der Managementberatung arbeiten:

"Wir wollen gemeinsam einen Zweig aufbauen, der sich Zentrum für Performance-Psychologie nennen soll. Es soll darum gehen, im Sport- wie im Managementbereich gute Nachwuchs- und Spitzenleute zu unterstützen und in die Spitze zu bringen."

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