Trainer Felix Magath vom VfL Wolfsburg zeigt Verständnis für die Probleme der deutschen Stürmerin Birgit Prinz bei der Frauen-WM. "Sie setzt sich zu sehr unter Druck. Das führt dazu, dass sogar ein erfahrener Spieler verkrampft", sagte Magath der "Bild am Sonntag".

Die torlose Angreiferin muss vor dem dritten Gruppenspiel der DFB-Elf am Dienstag gegen Frankreich (20.45 Uhr) um ihren Platz in der Startelf bangen. Magath betonte, ihm als erfahrenem Nationalspieler sei es bei der WM 1986 ähnlich wie Prinz ergangen.

"Damals hat es mir gut getan, mal rausgelassen zu werden", sagte der 57-Jährige. Die deutsche Mannschaft landete bei dem Turnier in Mexiko am Ende auf dem zweiten Platz.

Dem Wolfsburger Kader verordnete Magath nach der Enttäuschung der vergangenen Saison mit dem Fast-Abstieg einen Sparkurs. "Jetzt spielen wir nicht mehr international, deshalb sind so hohe Gehälter wie zuletzt bei uns nicht drin", sagte er zum Ende des Trainingslagers im schleswig-holsteinischen Oeversee.

Wie der Trainer und Geschäftsführer der "Wölfe" erklärte, sollen Leistung und Gegenleistung im Verein wieder in einem "vernünftigen Verhältnis" stehen.

Der Meistermacher von 2009 will eine neue Mannschaft aufbauen. Man dürfe nicht zu große Erwartungen haben, zumal der Titel in der neuen Spielzeit vergeben sei:

"Nächste Saison wird der FC Bayern Meister! Die Belastung in der Champions League wird die große Unbekannte für die junge Borussen-Mannschaft. Aber Dortmund wird auch wieder eine gute Rolle spielen und auf einem der ersten vier, fünf Plätze einlaufen."

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