Bundestrainerin Silvia Neid hat die Frage nach einem Startplatz für die umstrittene Spielführerin Birgit Prinz vor dem letzten WM-Vorrundenspiel am Dienstag in Mönchengladbach gegen Frankreich (20.45 Uhr) offen gelassen.

Allerdings war zwischen den Zeilen eine Tendenz gegen Prinz zu erkennen.

"Hut ab vor der Leistung von Birgit, die so lange auf höchtem Niveau gespielt hat. Irgendwann zählt das aber nicht mehr. Dann geht es um die momentane Form", sagte Neid in der "ARD": "Ich finde, wir sollten alle locker bleiben und sehen, wer spielt."

Bei der Abschluss-Pressekonferenz am Montagabend verriet Neid, dass sie sich mit Blick auf Prinz "schon entschieden" habe. "Ich hatte gute Gespräche mit Birgit. Wir sehen das beide ähnlich", sagte die Bundestrainerin.

Ein großes Lob bekam ihrer früheren Spielerin Steffi Jones für ihre Arbeit als Organisations-Chefin der Frauenfußball-WM ein.

"Was unsere OK-Präsidentin Steffi Jones auf die Bein gestellt hat, ist klasse. Ich erlebe alles bei dieser WM als sehr schön und bin stolz auf Deutschland", sagte Neid.

Mit Fassungslosigkeit hat Neid auf die Fehlentscheidung der Schiedsrichterin Gyoengyi Gaal (Ungarn) reagiert, die in der Partie zwischen Australien und Äquatorial-Guinea (3:2) ein offensichtliches Handspiel übersehen hatte.

"Das muss die Schiedsrichterin sehen - und wenn nicht, muss es die Linienrichterin sehen", sagte die Bundestrainerin.

Generell fiel Neids Fazit zu den bisherigen Leistungen der Unparteiischen bei der WM zwiespältig aus: "Ich habe bei dieser WM schon gute Schiedsrichterleistungen gesehen, aber ich habe auch schon schlechte gesehen."

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