Die Frauenfußball-WM in Deutschland hat einen handfesten Doping-Skandal. Zwei Spielerinnen aus Nordkorea, Song Jong Sun und Jong Pok Sim, sind positiv auf eine verbotene Substanz getestet und kurzfristig aus der Aufstellung für die Begegnung in Bochum gegen Kolumbien (0:0) gestrichen worden.

Nach dem Spiel wurde die komplette Mannschaft des Vizemeisters aus Asien von den FIFA-Verantwortlichen zur Dopingkontrolle geführt.

"Das ist ein einmaliger Vorgang bei Weltmeisterschaften. Aber wenn es zwei positive Proben in einer Mannschaft gibt, schreiben die Regularien dieses Prozedere vor", sagte Dr. Jiri Dvorak, der Chefmediziner des Weltverbandes.

Die beiden betroffenen Spielerinnen waren nach den ersten beiden Spielen gegen die USA und Schweden getestet worden.

Die Proben wurden im WADA-Labor in Kreischa untersucht und anschließend an das Istitut für Biochemie der Deutschen Sporthochschule in Köln unter Leitung von Professor Dr. Wilhelm Schänzer weitergereicht, "um eine zweite Meinung einzuholen", sagte Dvorak: "Heute ist ein sehr trauriger Tag."

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