Eine sichtlich mitgenommene OK-Chefin Steffi Jones erwartet trotz des frühen Ausscheidens der DFB-Elf bei der Heim-WM keinen Rückschlag für den deutschen Frauenfußball.

"Das wird keinen großen Einfluss haben. Wir haben viele nachhaltige Projekte angeschoben, die werden wir auch fortsetzen", sagte Jones.

"Das ist nicht abhängig von der deutschen Mannschaft. Die WM hat eine eigenen Stimmung erzeugt", ergänzte sie. Die Ex-Nationalspielerin rang auf einer Pressekonferenz in Dresden auch einen Tag nach dem Aus des deutschen Teams im Viertelfinale gegen Japan noch mit den Tränen.

Die aufkommende Kritik an Nationaltrainerin Silvia Neid sei, so Jones, bei einem frühen Ausscheiden normal.

"Alle müssen sich Kritik stellen. Und das hat Silvia Neid am Samstag und auch am Sonntag bereits gemacht", sagte Jones: "Jeder für sich muss das erst mal realisiern und nach den Fehlern suchen. Und die Trainerin wird das auch machen."

Ein Rückschlag sei dagegen das Verfehlen der Qualifikation für die Olympischen Spiele 2012 in London. Durch den Viertelfinalsieg der Schwedinnen gegen Australien am Sonntag verpasste das DFB-Team die Teilnahme.

"Wir müssen jetzt sehen, dass wir die zwei Jahre nutzen und dann 2013 wieder die EM angehen", sagte Jones.

Das Viertelfinale gegen Japan hatte Jones auf der Fanmeile in Frankfurt mit ihrer Mutter erlebt. "Es war schön, einmal mittendrin zu sein, aber am Ende musste sie mich trösten. Als ehemalige Spielerin habe ich natürlich mitgelitten."

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