Mit Glücksbringer Theo Zwanziger auf der Tribüne träumt Turbine Potsdam vom perfekten Wochenende. Der deutsche Meister kann am Donnerstagabend im ersten Champions-League-Finale der Frauenfußball-Historie gegen Olympique Lyon das Double perfekt machen.

Der prominenteste Unterstützer hofft auf einen Maskottchen-Effekt. "Natürlich hoffe ich, dass meine Anwesenheit die Spielerinnen zusätzlich motiviert", sagte Zwanziger kurz vor der Abreise. "Es ist für mich eine Selbstverständlichkeit, als DFB-Präsident und Fan des Frauenfußballs beim ersten Finale im Stadion zu sein. Dies ist ein weiterer Entwicklungsschritt für den Frauenfußball in Europa."

Obwohl Turbine im Coliseum Alfonso Perez des Madrider Vorortklubs FC Getafe nur auf der kleinen Bühne spielt, ist die Euphorie nicht zu bremsen. "Ein Sieg würde uns alles bedeuten. Da brechen in Potsdam alle Dämme", sagte Trainer Bernd Schröder: "Wir spüren die Verantwortung für den Verein und die Region auf unseren Schultern. Und wir haben die gottverdammte Pflicht, guten Fußball zu spielen."

Schröder, Pionier des Frauenfußballs und 1990 Auswahltrainer beim einzigen Länderspiel der DDR, spricht von einer "einmaligen Chance. Wir können Geschichte schreiben und bekommen eine breite Öffentlichkeit." In Potsdam gibt es ein großes Public-Viewing, am Montag ist unabhängig vom Ergebnis ein Empfang auf dem Luisenplatz geplant.

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