Zum Ausklang der WM in Südafrika sorgt ein international besetztes Frauenturnier in Berlin für Aufmerksamkeit. Beim Kulturfestival "Discover Football" im Stadtbezirk Kreuzberg spielen die Nationalmannschaft Afghanistans sowie Paraguays Pokalsiegerinnen Arkadia Villa Elisa mit Rosana Valdez, der Schwester des Dortmunder Bundesliga-Profis Nelson Valdez.

Das Turnier will bis zum 13. Juli zu einer besseren interkulturellen Verständigung beitragen.

"Wir haben den Termin so gewählt, um die Stimmung der WM mitzunehmen und gleichzeitig einen Übergang zur Frauen-WM im nächsten Jahr in Deutschland zu schaffen", sagt Turnierleiterin Silke Gülker. 42 Teams aus aller Welt hatten sich beworben, nur acht Mannschaften wurden ausgewählt.

Im Blickpunkt stehen die Spielerinnen der afghanischen Nationalmannschaft, die in ihrer Heimat noch großen Repressalien ausgesetzt sind. "Wir können mit den Frauen zu Hause nur im Militärgelände oder in geschlossenen Hallen trainieren. Dort sind wir sicher", sagt Trainer Al Askar Lali, der schon Morddrohungen erhalten haben soll, weil er Frauen und Fußball zusammenführt.

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