Ein handfester Skandal hat das brisante Spitzenspiel der Frauenfußball-Bundesliga zwischen Meister Turbine Potsdam und dem 1. FFC Frankfurt (2:1) überschattet.

Frankfurts Trainer Sven Kahlert ließ sich in der 24. Minute zu einer Tätlichkeit gegen Potsdams U20-Weltmeisterin Tabea Kemme hinreißen. Kahlert sah anschließend von Schiedsrichterin Miriam Dietz die Rote Karte und musste die Trainerbank verlassen.

"Unser Trainer Sven Kahlert hat die Spielerin leicht auf die Schulter getatscht. Es war ein hektischer Kampf", sagte FFC-Manager Siegfried Dietrich, der die Rote Karte gegen Kahlert jedoch als "berechtigt" bezeichnete.

Zuvor war allerdings auch Kemme des Feldes verwiesen worden. Die Potsdamerin hatte bei einem Einwurf den Ball mit voller Wucht in das Gesicht der Frankfurterin Kerstin Garefrekes geworfen, weil sich die Welt- und Europameisterin direkt vor sie gestellt hatte.

Danach kochten die Emotionen zwischen den Erzrivalen hoch und Kahlert wurde gegen Kemme handgreiflich. Ausgerechnet Garefrekes erzielte dann im zweiten Abschnitt den Frankfurter Führungstreffer (47.). Doch Anja Mittag (67.) und die japanische Nationalspielerin Yuki Nagasato (73.) drehten die Partie trotz Unterzahl innerhalb von nur sechs Minuten noch zugunsten der Gastgeberinnen.

Nerven zeigte auch Vizemeister FCR Duisburg. Gegen den Hamburger SV kam der FCR erst durch einen Last-Minute-Elfmeter von Inka Grings (89.) zum glücklichen 2:2 (1:2)-Ausgleich. Fünf Treffer erzielte Nationalstürmerin Martina Müller beim 6:3 (4:1)-Erfolg des VfL Wolfsburg gegen den Herforder SV.

Aufsteiger Bayer Leverkusen kassierte beim 0:2 (0:0) in Saarbrücken derweil bereits die dritte Pleite im dritten Spiel. Bayern München gewann in Bad Neuenahr mit 1:0 (0:0). Erste Punkte gab es zudem im Tabellenkeller für USV Jena und die SG Essen-Schönebeck, die im direkten Duell 0:0 spielten.

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