Einen Tag nach ihrem Rauswurf als Trainerin beim Frauenfußball-Bundesligisten FCR Duisburg hat Martina Voss-Tecklenburg den Vorstand scharf kritisiert.

"Noch in der Woche zuvor sollte es Gespräche über eine Vertragsverlängerung geben. Die Entlassung hat man mir nur kurz und knapp mitgeteilt. Dieses Verhalten spricht für sich und ist maßlos enttäuschend", sagte die 125-malige Nationalspielerin.

Auch die Entscheidung an sich kann die 43-Jährige nicht nachvollziehen. "Das kam für mich völlig überraschend. Bei der Bewertung der sportlichen Situation muss man immer auch berücksichtigen, dass wir nur über die Hälfte des Etats von Turbine Potsdam und des 1. FFC Frankfurt verfügen", sagte Voss-Tecklenburg, die sich nach ihrer Entlassung persönlich vom Team verabschiedet hat: "Auch die Mannschaft wurde vorab nicht informiert. Die Spielerinnen waren geschockt."

Der FCR-Vorstand führte sportliche Gründe für die Entscheidung an. "Nach dem Aus in der Meisterschaft und im DFB-Pokal sahen wir den Zeitpunkt gekommen, eine Veränderung herbeizuführen", sagte Vorstandsmitglied Guido Lutz dem Onlineportal der WAZ-Mediengruppe.

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