Wenige Wochen vor dem Start der WM in Deutschland (26. Juni bis 17. Juli) hat die iranische Frauen-Nationalmannschaft bei einem Qualifikationsturnier für die olympischen Sommerspiele in London für einen Eklat gesorgt.

Bei einem Mini-Turnier in Jordaniens Hauptstadt Amman weigerten sich die Spielerinnen, ohne die religiöse Kopfbedeckung des Hijab aufzulaufen, die vom Weltverband FIFA untersagt ist.

Die iranische Mannschaft war am Freitag im Nationalstadion gegen Gastgeber Jordanien bereits auf dem Weg in den Innenraum, als sie noch gestoppt wurde.

Da keine Einigung erzielt werden konnte, wurde die Partie mit 3:0 für Jordanien gewertet. Anschließend saßen die iranischen Spielerinnen beim Abspielen der Nationalhymne weinend auf dem Rasen und beteten.

Auch die weiteren Turnierspiele gegen Vietnam, Thailand und Usbekistan wurden jeweils mit 0:3 gegen den Iran gewertet.

Um das Tragen der religiösen Kopfbedeckung hatte es schon bei der Jugend-Olympiade in Singapur im letzten Jahr großen Streit gegeben.

Nach dem neuerlichen Zwischenfall kündigte Irans Verbandspräsident Ali Kaffashian im Staatsfernsehen PRESS TV einen Protest bei der FIFA an.

Der Weltfußballverband besteht darauf, dass der Hals frei bleibt und die Ohren sichtbar sind. Die asiatische Konföderation gestattet hingegen das Tragen der Kopfbedeckung, um den Frauenfußball auch in islamischen Ländern zu fördern.

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