Der Weltverband FIFA wird im Zuge des Doping-Skandals bei der WM auch die B-Proben der beiden betroffenen nordkoreanischen Spielerinnen öffnen lassen. Zwar hatte Nordkorea die 12-Stunden-Periode zur Beantragung der B-Proben verstreichen lassen, doch die FIFA will Klarheit.

Die beiden Nordkoreanerinnen Song Jong Sun und Jong Pok Sim waren in der A-Probe auf ein anaboles Steroid der Gruppe S1B getestet und daher am Mittwochabend kurzfristig aus der Aufstellung für das letzte Gruppenspiel in Bochum gegen Kolumbien (0:0) gestrichen woren. Auf dem Spielberichtsbogen hatte "abwesend" beziehungsweise "nicht spielberechtigt" gestanden.

Es war der zweite Dopingfall im Zusammenhang mit der WM-Endrunde. Die kolumbianische Nationaltorhüterin Yineth Varon war nach einer am 25. Juni in Leverkusen durchgeführten A-Probe, die ein positives Ergebnis erbrachte, früh abgereist.

Laut Auskunft des kolumbianischen Verbandes FCF hatte die Spielerin dem Teamarzt eine Hormonbehandlung verschwiegen. Die vom Verband beantragte B-Probe bestätigte nach FIFA-Angaben das Ergebnis der A-Probe. Die FIFA wird in Kürze über das Strafmaß entscheiden.

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