Die Vereinten Nationen haben sich für die Aufhebung des Kopftuchverbots für islamische Fußballerinnen ausgesprochen.

In einem Brief an FIFA-Präsident Sepp Blatter votierte Willi Lemke, der UN-Sonderbeauftragte für Sport, als Kompromiss für ein Kopftuch mit Klettverschluss. Das teilte die UN am Mittwoch mit.

Laut der Organisation äußerte Lemke die Hoffnung, dass die Angelegenheit auf eine Weise geklärt werden könne, die sowohl die Spielregeln als auch kulturelle Befindlichkeiten respektiere.

Weiter hieß es, die Aufhebung des Verbotes "würde die Botschaft aussenden, dass jede Spielerin die Freiheit hat, zu entscheiden, ob sie dieses bestimmte Kleidungsstück tragen möchte oder nicht".

Im Gegenssatz zu Rugby oder Taekwondo ist im Fußball das Tragen eines Kopftuchs seit 2007 aus Sicherheitsgründen verboten.

Diese Regel brachte im vergangenen Jahr die Nationalmannschaft des Irans um die Teilnahme an den Olympischen Spielen in London. Weil die Iranerinnen sich weigerten, ihre Kopftücher abzulegen, durften sie nicht zur zweiten Qualifikationsrunde gegen Jordanien antreten.

Hin- und Rückspiel wurden mit 3:0 für Jordanien gewertet.

Auf einer Konferenz am Samstag will sich das International Football Association Board (IFAB) mit dem Thema Kopftuch befassen.

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