Titelverteidiger Turbine Potsdam ist mit einem Kantersieg in die neue Saison der Frauen-Bundesliga gestartet, der hoch ambitionierte 1. FFC Frankfurt hat sich mit einem späten Treffer von Nationalspielerin Simone Laudehr zum Auftaktsieg gezittert.

Während Potsdam beim VfL Sindelfingen mühelos 9:1 (2:0) gewann und seine Titelambitionen eindrucksvoll untermauerte, brauchten die Frankfurterinnen beim 2:1 (0:1) gegen den FF USV Jena bis zur 87. Minute, um doch noch den ersehnten Siegtreffer zu erzielen.

Zudem muss das Team von Trainer Sven Kahlert auf Nationalspielerin Saskia Bartusiak verzichten, die in der 37. Minute die Rote Karte gesehen hatte. Aufgrund des Erfolgs der U20-Nationalmannschaft bei der WM in Japan startete die Liga nur mit zwei Partien.

In Sindelfingen brachte Keelin Winters das Team von Trainer Bernd Schröder bereits in der achten Minute per Abstauber auf die Siegerstraße, Patricia Hanebeck legte nach (29.).

Die schottische Nationalspielerin Lisa Evans traf zur Vorentscheidung (49.), ehe Stefanie Mirlach (57.) die durch den Anschlusstreffer von Natalia Mann (55.) entstandene Hoffnung der Gastgeberinnen zunichte machte.

Yuki Ogimi (64. und 81.), Genoveva Anonma (76. und 77.) und Natasa Andonova (79.) machten den Erfolg für die "Torbienen" perfekt.

Der siebenmalige Meister Frankfurt hatte sich vor der Saison hochkarätig verstärkt, unter anderem waren die Nationalspielerinnen Laudehr, Babett Peter und Bianca Schmidt gekommen.

Trotzdem ging zunächst Jena durch Susanne Utes (25.) in Führung, Neuzugang Sandrine Bretigny sorgte in 70. Minute für den Ausgleich, ehe Laudehr ihr Team erlöste.

Der Halbfinaleinzug der U20-Fußballerinnen bei der WM in Japan hatte einen reibungslosen Start der Liga verhindert.

Auf Wunsch der von Abstellungen betroffenen Klubs wurden an den ersten beiden Spieltagen jeweils vier von sechs Partien abgesetzt, die Nachholtermine liegen teils erst im November.

Schröder kritisierte die Maßnahme bereits vor dem ersten Spieltag als den "größten Quatsch, den ich je gesehen habe. Das sind hausgemachte Dinge, die wir hätten regeln können. Wir kommen vor Weihnachten auf keine richtige Tabelle."

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