Die Fußballerinnen des deutschen Vizemeisters VfL Wolfsburg trennt noch ein Schritt vom Traumfinale: Am Sonntag empfangen die "Wölfinnen" im Halbfinal-Rückspiel der Champions League den englischen Top-Klub FC Arsenal - und gehen nach dem 2:0 im Hinspiel als Favorit in die Partie.

"Das ist unglaublich wichtig. Wir hoffen auf große Unterstützung, damit wir gemeinsam mit den Fans unseren Traum wahrmachen können und ins Finale an der Stamford Bridge ziehen", sagte Nationalspielerin Viola Odebrecht. Der bislang titellose VfL würde mit dem Finaleinzug in der Königsklasse zudem weiter vom "Triple" träumen dürfen: Sowohl in der Bundesliga als auch im DFB-Pokal, wo im Finale Meister Turbine Potsdam wartet, ist das Team von Trainer Ralf Kellermann bestens im Geschäft.

Verzichten muss der VfL wohlmöglich auf Nationalspielerin Nadine Keßler. Die 25-Jährige erlitt im Bundesligaspiel gegen Bayern München (2:1) einen Spiralbruch des Mittelhandknochens des Zeigefingers und wurde am Donnerstag operiert. "Eine Karbonschiene ist in Arbeit und wird angepasst", sagte Kellermann: "Wenn keine Komplikationen auftreten, könnte sie am Sonntag einsatzbereit sein. Ein finales Go werden wir aber erst kurzfristig geben können."

Aber auch mit Keßler wird die Partie kein Selbstläufer, warnte Kellermann schon in London. Aufgegeben haben sich die "Arsenal Ladies" ohnehin nicht.

"Wir sind bereit für eine Herausforderung, und wir werden hart arbeiten, um sie zu beherrschen und zu sehen, ob wir für den Unterschied sorgen können", sagte Flügelspielerin Gemma Davison bei "uefa.com": "Wir haben Spielerinnen, die von der Bank kommen und den Unterschied ausmachen können. Und es gibt definitiv Bereiche, die wir ausnutzen können, wenn wir dort spielen. "

Immerhin hat der Champions-League-Sieger von 2007, der zum sechsten Mal im Halbfinale steht, in dieser Saison schon gute Erfahrungen auf deutschem Boden gemacht. Im Achtelfinale gewann Arsenal bei Turbine Potsdam 4:3, zudem wurden auch alle anderen Europacup-Auswärtsspiele gewonnen.

In Wolfsburg könnte jedoch eine bislang unbekannt große Kulisse warten.

Der Eintritt in die Volkswagen Arena des Herren-Bundesligateams ist frei und "es ist ein Sonntag, und ich glaube nicht, dass es da in Wolfsburg andere Spiele gibt", sagte Martina Müller, Torschützin im Hinspiel: "Und so hoffe ich, dass nach dem Hinspielergebnis und bei gutem Wetter eine Menge Leute ins Stadion kommen und uns unterstützen werden."

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