Bayer Leverkusen hat nach dem ersten Spieltag der Bundesliga die Tabellenführung übernommen.

Die Werkskickerinnen siegten 3:0 (2:0) gegen den FCR Duisburg. Europameisterin Lena Goeßling hatte am Samstag Triple-Gewinner VfL Wolfsburg zum Auftakt der Mission Titelverteidigung vor einem herben Dämpfer bewahrt.

Die Mittelfeldspielerin sicherte dem Top-Favoriten im Eröffnungsspiel gegen Bayern München mit ihrem Freistoßtreffer (69.) zum 1:1 (0:1) zumindest einen Punkt.

Vor 8249 Zuschauern im Stadion am Elsterweg hatte Katharina Baunach (15.) die als Geheimfavorit gehandelten Bayern mit einem Schuss aus spitzem Winkel in Führung gebracht.

Die beiden Teams lieferten sich in einem körperbetonten Spiel einen offenen Schlagabtausch.

Im ersten Durchgang hatte allerdings der Gast aus München mehr vom Spiel.

Der 1. FFC Frankfurt setzte sich am Sonntag 2:0 (1:0) beim SC Freiburg durch, Turbine Potsdam kam gegen FC USV Jena über ein 1:1 (0:1) nicht hinaus.

Die SGS Essen spielte 3:3 gegen BVB Cloppenburg. 1899 Hoffenheim gewann 1:0 (0:0) gegen den VfL Sindelfingen.

"Unter dem Strich bin ich mit dem Punkt zufrieden, es war ein leistungsgerechtes Unentschieden. Bayern ist eine Mannschaft, die um die Meisterschaft mitspielen wird, von daher geht das Ergebnis in Ordnung", sagte VfL-Trainer Ralf Kellermann bei "Eurosport".

Für Wolfsburg war es in der Liga das erste Remis im eigenen Stadion seit fast zwei Jahren und 20 Heimsiegen in Serie.

Nach einer Leistungssteigerung der Gastgeberinnen in der zweiten Hälfte aber war der Ausgleich durch Goeßling, die am Donnerstag bei der Wahl zu Europas Fußballerin des Jahres Platz zwei hinter DFB-Torfrau Nadine Angerer belegt hatte, verdient.

In der Schlussphase hatte Europameisterin Lena Lotzen (75.) noch die größte Chance zum Siegtreffer für die Bayern, verfehlte aber das leere Tor um wenige Zentimeter.

Vor der Partie hatte Steffi Jones, Direktorin des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) für Frauen- und Mädchenfußball, die deutsche Eliteklasse in einer Presserunde als "beste Liga der Welt" gepriesen.

"Spielerinnen aus aller Welt kommen zu hier her, weil die Strukturen und die Perspektiven stimmen."

Dass sich Eurosport bis 2016 die Rechte an einer Live-Übertragung pro Spieltag gesichert hat, bezeichnete Siegfried Dietrich, Manager des 1. FFC Frankfurt, als "Beginn eines neuen medialen Zeitalters" im Frauenfußball.

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