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Kevin Kruth bejubelt seinen Treffer zum 2:1 gegen Schermbeck © getty

Nach schwacher Leistung zu Beginn steigert sich die Fortuna in der zweiten Halbzeit und besiegt den SV Schermbeck mit 3:1.

Köln- "Diese Leistungssteigerung hätte ich meiner Mannschaft in der zweiten Halbzeit gar nicht zugetraut", zeigte sich Matthias Mink nach dem Schlußpfiff überrascht.

Aber irgendwas muss wieder einmal passiert sein, während der Halbzeit in der der Kabine der Fortuna.

952 Zuschauer sahen im Südstadion zwei grundsätzlich verschiedene Halbzeiten. Die Fortuna war ohne Stephan Glaser (Rotsperre), Marco Stasiulewski (Knöchelverletzung) und Sascha Jagusch (Oberschenkelzerrung) angetreten.

Vom Anpfiff an versuchten die Spieler der Fortunen zwar, den Gegener aus Westfalen unter Druck zu setzen.

Blankenheim sorgt für Führung

Dies gelang in der ersten Spielhälfte nur selten - der SV Schermbeck, der mit der Empfehlung eines 3:0-Heimsieges gegen Germania Dattenfeld nach Köln angereist war, hatte sogar die große Chance in Führung zu gehen, als Matthias Pfände denkbar knapp an einer Flanke vorbeirutschte (13.).

In der 23. Spielminute gelang dann doch die Führung - dank eines verwandelten Handelfmeters von Daniel Blankenheim. Zuvor hatte ein Schermbecker Abwehrspieler, im Kopfballduell mit Kevin Kruth, den Ball - für jedermann sichtbar - mit der Hand berührt.

Noch vor der Pause gelang den Schermbeckern durch ein Kopfballtor von Matthias Pfände, der damit seinen sechsten Saisontreffer erzielte, der verdiente Ausgleich.

Joker Dahmani bringt Schwung

Aus der Kabine kam eine ganz andere Fortuna-Mannschaft! leidenschaftlich wurde um jeden Ball gekämpft und ansehnlich kombiniert.

Besonders auffällig dabei: Ramin Waraghai und Hamdi Dahmani, der für David Podlas eingewechselt worden war. Hamdi Dahmani war es dann auch, der den dritten Saisontreffer von Kevin Kruth mustergültig vorbereitete.

Seine Flanke von der linken Seite drückte der Stürmer im Fallen per Kopf über die Linie. Dieses Tor sorgte dafür, dass die Fortuna fortan noch stärker aufspielte und die Zuschauer wurden phasenweise an die starken Heimauftritte der letzten Saison erinnert.

"Vielleicht ist der Knoten geplatzt"

Besonders schön herausgespielt wurde das dritte und entscheidende Fortunen-Tor an diesem Nachmittag. Ramin Waraghai dribbelte in den Strafraum und legte den Ball, im richtigen Augenblick, ab auf Daniel Blankenheim.

Aus der Drehung zirkelte der Mittelfeldspieler den Ball ins ins lange Eck (80.). Hinterher war er überglücklich: "Ich weiß auch nicht, was da in der Halbzeitpause mit uns immer passiert. Aber dieser Sieg war wirklich wichtig! Besonders wichtig war, dass wir mal drei Tore erzielt haben - vielleicht ist jetzt der Knoten geplatzt!"

Fortuna Köln - SV Schermbeck 3:1 (1:1)

Fortuna Köln: Möllering, Moog, Mimbala, Schroden, Malsch, Waraghai, Hoffmann (81. Niang), Blankenheim (83. Höffgen), Podlas (58.Dahmani), Bably, KruthSV SchermbeckSchröder, Schmidt (75.Basol), Nawatzki, Talaga, Hahn, Konowski, Pfände, Milaszewski, Djuliman, Woberschal (80. Bendig), Siebert (83. Bertram)

Tore: 1:0 Blankenheim (23.), 1:1 Pfände (34.), 2:1 Kruth (69.), 3:1 Blankenheim (80.)Schiedsrichter: Lukas SalmZuschauer: 952

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