Der Nordostdeutsche Fußball-Verband (NOFV) hat auf die Ausschreitungen beim Oberliga-Spiel zwischen dem FSV Zwickau und Borea Dresden am Sonntag reagiert und ein Verfahren eingeleitet.

"Die Klubs wurden aufgefordert, Stellungnahmen abzugeben. Danach wird das Sportgericht befinden", sagte NOFV-Geschäftsführer Holger Fuchs.

In der Partie der vierten Liga im Westsachsenstadion hatten Ahänger des FSV Zwickau nach 30 Minuten das Spielfeld gestürmt.

Der Schiedsrichter unterbrach zunächst die Partie und schickte beide Mannschaften in die Kabinen. Da sich die Lage nicht beruhigte, pfiff der Unparteiische das Spiel aus Sicherheitsgründen nicht mehr an.

Zwickau bestritt sein vorläufig letztes Spiel im Westsachsenstadion, das umgebaut wird.

Zunächst hatten die Randalierer versucht, in ihren gesperrten Tribünenblock zu gelangen. Die Polizei hatte den Block abgeriegelt, nachdem dort zahlreiche Gegenstände wie Zelte und Flaschen gefunden worden waren.

Aus Frust liefen die Rowdies auf den Rasen. Auch nach der Ansprache eines Präsidiumsmitglieds entspannte sich die Lage nicht.

Dem Oberligisten droht eine hohe Geldstrafe. "Der Klub ist wegen eines kleinen Vergehens schon einmal aufgefallen", sagte Fuchs. Der Verein bedauerte den Vorfall und teilte auf seiner Homepage mit.

"Wir werden die an den Randalen Beteiligten mit einer Strafanzeige wegen Hausfriedensbruchs zur Verantwortung ziehen, in persönlichen Regress nehmen und bei Vorliegen der rechtlichen Voraussetzungen aus dem Verein ausschließen und Stadionverbote aussprechen."

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