Man kennt das aus zahlreichen Fußballspielen.

Eine Mannschaft hält in der Schlussphase ein Ergebnis, das ihr zum Sieg, zum dringend benötigten Punkt oder zum Weiterkommen reicht. Dann dribbeln Stürmer gerne mal an der Eckfahne herum, der Torwart streichelt sekundenlang den Ball, und seine Vorderleute wälzen sich bei der geringsten Berührung minutenlang am Boden.

So oder ähnlich haben sich am 15. November 2011 die Nationalspieler aus Usbekistan verhalten - und das kostet nun jeden von ihnen 2500 Euro. Und das, obwohl es für die Usbeken gegen Tadschikistan doch um gar nichts mehr ging.

Die nächste Runde der Qualifikation für die WM 2014 in Brasilien hatten sie nämlich schon erreicht, als sie im heimischen Pakhtakor-Stadion in Taschkent auf den Nachbarn trafen.

Trotzdem taten sie nach dem 3:0 (70.) fast alles, um einen vernünftigen Fortgang des Spiels zu verhindern. Fünf Spieler, die alle "vorbelastet" waren (Schawkatjon Mulladjanow, Saniar Tursunow, Islom Tuchtachujaew, Serwer Tscheparow und Wagis Galjulin), sahen Gelb.

Die FIFA sperrte das Spieler-Quintett für ein zusätzliches Spiel - eine Begegnung müssen die Kicker wegen der zweiten Verwarnung im laufenden Wettbewerb ja ohnehin zusehen.

Zudem muss jeder 3000 Schweizer Franken bezahlen, also umgerechnet 2500 Euro. Inklusive der Strafe für den usbekischen Verband summiert sich die Sanktion auf 27.000 Euro.

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