Der Untersuchungsbericht zum ISL-Skandal wird dem Weltverband FIFA erst mit einigen Tagen Verspätung vorliegen.

Ursprünglich hatte der Münchner Hans-Joachim Eckardt von der verbandsinternen Ethikkommission die Ergebnisse bis zum 15. April an das Exekutivkomitee der FIFA übermitteln wollen, erbat sich jedoch "ein paar weitere Tage, um den Bericht zu vervollständigen."

Das teilte der Weltverband am Dienstag mit.

Die ISL-Affäre hatte 2011 den Druck auf den Weltverband zur Durchführung von Reformen erheblich erhöht, nachdem Schmiergeldzahlungen des früheren FIFA-Vermarktungspartners in Millionenhöhe an frühere Spitzenfunktionäre wie den ehemaligen FIFA-Boss Joao Havelange (Brasilien) gerichtlich festgestellt worden waren.

Im Zuge des Skandals hatte Blatter Kenntnisse über die Vorgänge einräumen müssen.

FIFA-Ermittler Michael Garcia hatte im März seinen Untersuchungsbericht innerhalb der Ethikkommission an Eckardt weitergeleitet.

Dieser wird aufgrund von Garcias Erkenntnissen über die Erhebung von Anklagen entscheiden.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel