Im Kampf gegen Gewalt gegen Schiedsrichter im Amateurfußball haben Funktionäre aus Südbaden endgültig die Rote Karte gezogen.

Im Bezirk Hochrhein des südbadischen Fußball-Verbandes sind über 120 Spiele des kommenden Wochenendes abgesagt worden.

"Die Häufigkeit der Vorfälle hat uns zu dieser Maßnahme bewegt. Wir wollen die Vereine mit dieser Maßnahme nicht bestrafen, sondern zum Nachdenken anregen", sagte der Bezirksvorsitzende Hochrhein, Uwe Sütterlin, dem "Sport-Informations-Dienst": "Es muss endlich ein Umdenken stattfinden."

Erst am vergangenen Wochenende hatte sich ein Schiedsrichter nach einem tätlichen Angriff durch einen 16-Jährigen im Anschluss an ein B-Jugendspiel im Kreis Lörrach in ärtzliche Behandlung begeben müssen. "Ich stand unter Schock, werde aber nicht als Schiedsrichter aufhören", sagte der Unparteiische dem "Südkurier".

"Was in den letzten Wochen in Bezug auf Aggressionen, Gewalt, Rassismus, sowie weiteren verbalen und körperlichen Übergriffen vorgefallen ist, hat mit der 'schönsten Nebensache der Welt' definitiv nichts mehr zu tun.

Beleidigungen, Bedrohungen, Denunzierungen und Demontagen, nicht nur von Schiedsrichtern, sind an der Tagesordnung", heißt es in einer Stellungnahme auf der Homepage des südbadischen Fußball-Verbandes.

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