Ein Schiedsrichter-Assistent hat im Viertligaspiel zwischen Viktoria Köln und der SSVg Velbert (2:2) den Spieler Mike Wunderlich angeblich wegen dessen Burnout-Erkrankung beleidigt.

Nach Angaben des Kölner "Express" soll der Linienrichter Wunderlich, der während seiner Zeit beim Zweitligisten FSV Frankfurt unter Burnout gelitten hatte, mit den Worten angegangen haben: "Was willst du? Du kannst eh nur noch Freistöße schießen. Jetzt weißt du, warum du Burnout hattest."

Die "Bild" zitiert ihn mit den Worten: "Du darfst doch nur Freistöße schießen. Du hattest ja Burnout."

Den grundsätzlichen Vorfall bestätigen Zeugen. "Ich kann den Vorfall so bestätigen. Mein Sohn war nach dem Spiel fix und fertig", sagte Franz Wunderlich, Sportchef der Viktoria und Vater von Mike, dem "Express": "Was der Linienrichter da getan hat, werde ich vor einem öffentlichen Schiedsgericht klären. Denn ich bin nicht nur sportlicher Leiter, sondern auch Vater."

Viktorias Schiedsrichter-Betreuer Volker Haselbach sagte der "Bild": "Die Aussagen sind gefallen. Das bestätigen Spieler beider Teams."

Schiedsrichter Thorben Siewer wollte sich mit Verweis auf "ein schwebendes Verfahren" nicht äußern. Im Kabinengang kam es nach dem Spiel zu Tumulten, in deren Folge Wunderlich nachträglich die Rote Karte sah.

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