Bei einem Anschlag auf ein Fußballspiel im Nordosten Nigeria sind am Sonntag mehr als 40 Menschen getötet worden.

Dies berichtet die Nachrichtenagentur "AFP" mit Verweis auf Berichten eines Polizisten und einer Ärztin.

Der Anschlag im Land des WM-Teilnehmers ereignete sich in der nordöstlichen Stadt Mubi, die bereits in der Vergangenheit von Islamisten der Organisation Boko Haram terrorisiert wurde.

Laut des Polizisten galt der Anschlag den Zuschauern, die nach der Fußballbegegnung das Sportgelände verlassen wollten.

Unklar war zunächst, ob auch Spieler unter den Opfern sind. Laut der Ärztin, die nicht namentlich genannt werden wollte, scheint es sich bei den meisten Toten aber um Fans zu handeln.

Ein Anwohner berichtete, die Explosion habe sich offenbar inmitten der Menschenmenge ereignet, die nach dem Abpfiff über den Platz nach Hause strömte. Unter den Opfern seien auch Kinder.

Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Die Extremistengruppe Boko Haram hat aber schon mehrfach Anschläge auf Ziele in Nigeria verübt, die sie als westlich geprägte Einrichtungen betrachtet - etwa Sportanlagen oder säkular unterrichtende Schulen.

Mubi liegt nahe der Grenze zu Kamerun im nigerianischen Bundesstaat Adamawa.

Dort gilt seit mehr als einem Jahr der Ausnahmezustand wegen des Kampfes der Regierungstruppen gegen Boko Haram, die im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias für einen islamistischen Staat kämpft. Für internationale Empörung sorgte zuletzt vor allem die Entführung von mehr als 200 Schülerinnen durch die Islamisten im April.

Der UN-Sicherheitsrat stuft Boko Haram seit kurzem als Terrororganisation ein und führt die Extremisten wegen ihrer Verbindungen zu Al-Kaida auf der Sanktionsliste gegen das Terrornetzwerk.

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